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“Alles wiitere isch Supplement”

justin

Eigentlich schloss er eine Lehre als Goldschmied ab. Über das Interesse an einem Designstudium trieb es ihn nach dem Vorkurs für die Hochschule Luzern aber zum Film. Gestatten: Justin Stoneham aus Luzern, wohnhaft in Zürich und Filmemacher. Über seine Tätigkeit sprachen wir im Gspröchsstoff.

Mit seinem ersten Film nach dem Studium – Rewind Forward – räumte er schon mit dem ersten Entwurf Fördergelder ab. Nach der Realisierung folgten etliche Preise, das bisherige Highlight: Ein Pardino d’Oro in Locarno für den besten Schweizer Kurzfilm!

Als der Luzerner vier Jahre alt war, erlitt seine Mutter eine Hirnblutung und ist seitdem teilweise gelähmt, kann nicht mehr sprechen und muss künstlich ernährt werden. Zwölf Jahre später stirbt Justin Stonehams Vater und er kappt die Verbindung zu seiner Familie. Weitere zwölf Jahre später findet er die alten VHS-Videokasetten seines Vaters, ein etwas zufälliger Startschuss für seinen mehrfach prämierten Kurzfilm Rewind Forward.

Bei Rewind Forward konnte sich Justin für einmal nicht hinter der Kamera verstecken. Die Geschichte verlangte, dass er sich seiner Vergangeheit stellt und so selbst zum Protagonisten wurde. Das Potential der Geschichte – seiner Geschichte – erkannte Justin nicht auf den ersten Blick. Sein Freund, Mentor und schliesslich auch Co-Autor und Produzent Kaleo La Belle half ihm auf den “richtigen” Weg. Den Weg zu gehen bedeutete aber auch, zwischen “persönlich” und “privat” zu unterscheiden. Ein schwieriges Unterfangen wie Justin Stoneham im Podcast verrät: “Ich will keinesfalls eine Therapie auf der Leinwand durchführen”.

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Justin Stonehams Mutter im Kurzfilm Rewind Forward.  Bild: Filmstill / Justin Stoneham / La Belle Film

Der Gspröchsstoff sprach eine Stunde mit dem noch jungen Filmemacher über sein Werdegang, den Erfolg, die Zukunft und vieles mehr. Zu finden ist das Gespräch im Podcast:

Ach! Und das ist das Bild, in welches Justin hineingeschubst wurde, ohne zu wissen, was für einen Preis er eigentlich gewonnen hat.

Das “blöde Grinsen” rührt daher, dass Justin zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, was er gewonnen hat. Bild: luzernerzeitung.ch / Massimo Pedrazzini

Weitere gute Nachrichten gab es für Justin übrigens an den 53. Solothurner Filmtagen. Er wurde für den Schweizer Filmpreis 2018 in der Kategorie bester Kurzfilm nominiert. Ob er auch den einheimsen kann, zeigt sich am 23. März. Oder wie er selber sagen würde: “Alles wiitere isch Supplement!”

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Eine “Teamarbeit” sei Rewind Forward gewesen, meint Justin Stoneham (dritter von rechts). Bild: moduleplus.ch

Alle weiteren Ausgaben unseres Talk-Podcasts “Gspröchsstoff” findest du hier:


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