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Aktionstag “Das Kann Nicht Weg!”

Die Regierung des Kantons Luzern plant in den Budgets für die Jahre 2017 und 2018 einen massiven Abbau. 2017 sollen rund 20 Millionen Franken gestrichen werden, 2018 gar 37 Millionen Franken. Erste Entscheidungen, wie viel Geld tatsächlich in den folgenden Jahren gespart werden muss, werden am Montag gefällt.
Grund für den massiven Abbau und die Sparpolitik der Luzerner Regierung ist die Tiefsteuerstrategie, welche seit 2011 für abnehmende Einnahmen in der ganzen Schweiz sorgt. Zwar hat die Schweiz die niedrigste Unternehmenssteuer, dafür fehlen aber Steuereinnahmen und es gibt Ausfälle im Nationalen Finanzausgleich.
Von diesen Einbussen betroffen ist die Bevölkerung.

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Von den geplanten Budgetkürzungen der Luzerner Regierung für die Jahre 2017 und 2018 sind alle Luzerner und Luzernerinnen betroffen.
Im Bereich der Kultur sollen zum Beispiel rund 800’000 Franken eingespart werden, was 40% der freien Kulturförderung beträgt und die Existenz nicht weniger Kultur Schaffender gefährdet.
Besonders hart trifft es aber auch die Bereiche Prämienverbilligung, Bildung, Sicherheit, Integration und Umwelt.
Fakt ist also: wir alle sind betroffen. Direkt oder indirekt.
Und Fakt ist auch: Wir können hier nicht weg!

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Um gegen die geplanten Sparmassnahmen anzukämpfen, haben es sich die IG Kultur Luzern und die Luzerner Allianz für Lebensqualität zum Ziel gesetzt, alle betroffenen Sektoren zu vereinen und der Luzerner Regierung gemeinsam aufzuzeigen, dass es mit der momentanen Sparpolitik nicht weitergehen kann.
Resultat ist der Aktionstag, welcher vergangenen Freitag stattgefunden hat.
Unter dem Motto «Das kann hier nicht weg!» haben Institutionen aber auch Einzelpersonen verschiedenste Aktionen geplant, welche am 08. September umgesetzt wurden.
Wir haben im Vorfeld des Aktionstages mit Damiàn Dlaboha und Christoph Fellmann gesprochen. Beide sind freie Theaterschaffende und Hauptorganisatoren der Aktionen im Bereich Kultur.

Für die Aktion «Sparkunst» versammelten sich zum Beispiel Künstler und Künstlerinnen in der Stadt, errichteten mit ihren Staffeleien einen Kreis und malten auf Leinwänden. Ohne Pinsel und ohne Farbe.
Eine weitere Aktion waren die «Sandwichmenschen», welche vormittags durch die Stadt Luzern liefen. Vor und hinter ihrem Körper trugen sie Kartonplakate, auf denen die Forderungen der Aktivisten und Aktivistinnen standen.

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Höhepunkt des Aktionstages war aber der Einmarsch der Landsgemeinde auf dem Theaterplatz. Um 17.00 Uhr marschierte die Gemeinde auf dem Luzerner Theaterplatz ein. Dort hielten Vertreter verschiedener betroffener Verbände Reden und es wurde gemeinsam gesungen.
Auf dem Platz zwischen dem Luzerner Theater und der Box wurde auch das eigens verfasste Manifest verlesen und anschliessend per Handheben abgestummen, ob dieses angenommen werden soll, oder nicht.
Wir haben unseren Korrespondenten Roman zum Theaterplatz geschickt, um einen Eindruck dieser Landsgemeinde zu bekommen:

Die letzte Aktion des Aktionstages war der Kulturstopp. Um 20:40 Uhr unterbrachen verschiedenste kulturelle Vereine und Organisationen für eine oder mehrere Minuten ihr Programm. So auch wir.

Wie die Luzerner Regierung auf den Aktionstag reagiert und ob die verschiedenen Aktionen dennoch gewirkt haben, wird sich in der Herbstsession zeigen, welche am 11. September beginnt.
In Zukunft muss sich aber einiges ändern. Welche Ziele verfolgt werden müssen, wird im Manifest klar, welches auf dem Theaterplatz verlesen und einstimmig angenommen wurde.


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