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blog (4797) Stooszyt (1726)
Playlist

06:08SAFE: Black Satin Liv
06:04Sufjan Stevens: Chicago (Acoust
06:00Stephan Eicher: L.A. (Jeans For
05:56ETHIMM: Burning Down
05:50ASAP Rocky: LSD
05:46Kadhja Bonet: Remember The Ra
05:43Blood Orange: High Street
05:38Wilsen: Final
05:32Cass McCombs: The Lonely Doll
05:26Falcon Punch: Donald's Bird

Ganze Playlist   Tinnitus
Luzern, 10 Jahre nach Boa

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“Ich glaube, Boa-Jahre muss man etwas anders rechnen. Wenn ich sage, dass ich vier Jahre dort war, dann klingt das nach wenig. Mir kommt es aber vor, als ob ich acht oder zwölf Jahre in der Boa war”, erinnert sich Marlon Heinrich, erster Angestellter in der Boa anfangs der 90er Jahre.
Heute ist es zehn Jahre her, dass in der Boa zum letzten mal ein Konzert stattfand, am Morgen des 5. Novembers 2007 wurde das Kulturhaus geschlossen.
Mit sieben Aktivistinnen und Aktivisten haben wir über die bewegte und Luzern bewegende Geschichte des Kulturhauses Boa, entstanden 1988/89 in den Räumlichkeiten der alten Schlauchfabrik “Boa”, gesprochen.

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Eine erste “Phase” der Boa lässt sich auf die Jahre zwischen der ersten “illegalen, aber legitimen” Veranstaltung am 4. Juni 1988 und dem Umbau 1994/95 datieren.
Die Boa lebt in dieser Zeit vom Enthusiasmus der Engagierten, es wird gemacht – auch gegen den Willen der Stadt. Mit dem Umbau verändert die Boa aber ihr Gesicht, der ruchige Charme der Anfangsjahre verflüchtigt sich, das Haus wird institutionalisiert.
Über diese ersten Jahre sprachen wir mit Fix Elsasser, Marlon Heinrich und Trixa Arnold.

Unicode

Nach dem Umbau bot die Boa mehr Möglichkeiten im Bereich der Konzert- und Theaterproduktionen, wurde aber im Unterhalt teurer.
So etablierte sich die Boa zum Treffpunkt der alternativen Kultur, der linken Szene und derjenigen, die hierarchiefrei und ohne besserwisserische Argumentation der Behörden Projekte umsetzen wollten.
Die finanzielle Lage spitzte sich gegen Ende der 90er Jahre zu, die Boa musste neu ausgerichtet werden.
Orpheo Carcano erinnert sich an diese Zeit zwischen 1994 und 2000.

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Auch nach dem Umbruch und der neuen konzeptionellen Ausrichtung der “Boanova” kehrte keine Ruhe ein. Lärmklagen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Errichtung von Eingentumswohnungen keine zehn Meter neben der Boa brachten immer grössere Probleme mit sich.
Daneben wurde die Boa aber auch zu einem Konzerthaus, das jungen Bands aus der Region Auftrittmöglichkeiten bot, aber auch Musikschaffende aus aller Welt, welche sonst auf keiner Luzerner Bühne Platz fanden, präsentierte.
Über die letzte Etappe der Boa unterhielten wir uns mit Boris Rossi, Christine Weber und Eugen Scheuch.

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Bilder: Orpheo Carcano


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