Intravinyl

Italienischer Punk, Armenische Gesänge, hier sind unsere Besten Klänge!

Vor dem grossen Winterschlaf noch ein kleines Schwelgen in Erinnerungen. Die Sounds, die uns in diesem halben Jahr Intravinyl besonders in Gedanken geblieben sind, frisch gebündelt und in einen neuen Kontext gesetzt! Von den anspruchsvollsten Klangexperimenten bis zu vergessenen Sounds aus dem amerikanischen Pop. Es war wieder mal spannend im Intravinyl. Das Jahres-Best-of gibt’s unten in voller Länge zum Nachhören:

Bree es geht an die Spree!

Beim Zusammenstellen unserer kleinen Jahresrückschau fällt auf: Zwei Städte definieren dieses Jahr die Musikauswahl im Intravinyl. Auf der einen Seite haben wir Berlin. Während des Kalten Kriegs wird die Mauerstadt zum Sehnsuchtsort junger alternativer Künstler:innen. Aber auch schon vor der Trennung der Stadt und der dunklen Nazi-Vergangenheit war Berlin ein Zentrum für bahnbrechendes musikalisches Schaffen. Zum Beispiel mit der Zusammenarbeit von Sänger und Schauspieler Ernst Busch, dem Autor und Lyriker Bertolt Brecht und dem Komponisten Hanns Eisler und ihren linken Kampf- und Arbeiterinnenliedern. Später wird Berlin zum Zentrum der Clubkultur. Mit dem Fall der Mauer entstehen neue Freiräume, und DJs aus der ganzen Welt zieht es nach Berlin. Allen voran Interpreten des Detroit Techno wie Juan Atkins oder Robert Hood. Noch als die Mauer stand, treffen sich in Berlin auch die späteren Gründer von CCCP – Fedeli alla Linea. Über den Brennerpass verfallen die jungen Italiener schon vor Techno den Anreizen der Berliner Clubszene. Zu Hause in Emilia-Romagna machen sie Musik für eine Jugend, die im politischen Tumult der anni di piombo ihrer Zukunftsperspektiven beraubt wird. CCCP brauchen keine Zuneigung, keine Liebe, sondern Heilung.

¡ NuevaYol !

Die zweite Stadt im Zentrum unseres Recaps ist – wie hätte es anders sein können – New York. In den 80er-Jahren das Zentrum der No-Wave-Bewegung, sind die Nachwirkungen dieses musikalischen Wirbelsturms noch Jahre später spürbar. Zum Beispiel in der Musik von Blonde Redhead. Der Bandname stammt auch von den No-Wave-Legenden DNA. Auf ihrem dritten Album Fake Can Be Just As Good vermischt die Band Popstrukturen mit wilder Disharmonie und rücksichtslosem Lärm. New York ist aber nicht nur Zentrum des Noise Rock, sondern auch einer der Geburtsorte des Salsa! Tatsächlich entsteht im New York der 60er-Jahre mit Fania Records das weltweit bedeutendste Salsa-Label. Die wohl prägendste Zusammenarbeit für das Label: die Zusammenarbeit zwischen Posaunist und Bandleader Willie Colón und dem Sänger Héctor Lavoe. Musik, die auch noch fünfzig Jahre später die Hüften zum Schwingen bringt!

Playlist

Helen Eriksen - Holy Greed

Helen Eriksen - City

Helen Eriksen - Low Rain in Pain

Laura Nyro - Brown Earth

Laury Nyro - When I Was A Freeport and You Were The Main Drag

Cibo Matto - Know Your Chicken

Cibo Matto - Beef Jerky 

3MB - Die Kosmischen Kuriere

X-101 - Sonic Destroyer

Ryoji Ikeda - 5 zones: zone 5 

 Atari Teenage Riot – Hetzjagd auf Nazis!

CCCP Fedeli Alla Linea - Curami

C.S.I - Unita' Di Produzione

Blonde Redhead - Symphony of Treble

Blonde Redhead - Bipolar

Harout Pamboukjian - Khighj

Harout Pamboukjian - Ashkari Tzavov

Harout Pamboukjian - Heragrakan Hamerg 

Original - Bu Nima Bu

Original - Sen Qaidan Bilasan

Azymuth - Manha

Cassiano - Hoje E Natal

Cassiano - Central Do Brasil 

Willie Colon, Hector Lavoe - Todo Tiene Su Final 








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