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Jangle Guitars All the Way! - Britischer Indie-Pop aus den 80ern

Die 1980er-Jahre waren ohne Zweifel das bedeutendste Jahrzehnt für den britischen Indie-Rock. Die Smiths wurden zur Stimme der No-Future-Generation der Thatcher-Ära, in Schottland laden die psychedelischen Landschaften von Primal Scream und The Jesus and Mary Chain zur Realitätsflucht ein. Eine bewegte Zeit, welche neben diesen grossen Namen auch zahlreiche Hidden Gems hervorgebracht hat. Unsere Geheimtipps gibt’s in der vollen Sendung unten.

Klirrende Gitarren, kalte Lobster

Zu einer Zeit, als man noch durch Musikmagazine und Radios (we still here) neue Sounds entdeckt hat, gibt die NME den C86-Sampler heraus. Ein Kassettli voller Geheimtipps der Magazinredaktion. Neben späteren Stars wie den oben erwähnten Primal Scream sind auch weniger bekannte, kurzlebige Bands darauf vertreten. C86 wird schnell zum Synonym eines ganz bestimmten Pop-Stils: schrille, klirrende Gitarren, melodische, fast schon kindliche Melodien und Songs, aufgenommen in billigen Home-Studios. Auf der originalen Compilation zu hören sind auch die Close Lobsters. Ihr Song Just Too Bloody Stupid wird in den späten 80er-Jahren zu einem Hit in den College-Radios der USA. Tänzerisch ansteckend und voller jugendlicher Energie!

Marmorgiganten in Cardiff

Im vom Twee- und Jangle-Pop dominierten Indie der 80er-Jahre sind die Young Marble Giants ein Novum. Neben britischen Rockbands gehören Brian Eno und Kraftwerk zu den grössten Anhaltspunkten in ihrem Schaffen. Das Gründungsmitglied Peter Joyce arbeitet hauptberuflich als Ingenieur in der walisischen Telefonzentrale, zu Hause baut er eigene Synthesizer und Drum Machines, die er dann mit zur Bandprobe nimmt. Ihr erstes und leider bis heute einziges Album Colossal Youth entsteht mit einer naiven Leichtigkeit. Die Brüder Philip und Stuart Moxham und die Sängerin Alison Statton haben zu dieser Zeit noch keine Studioerfahrung. Die meisten Songs auf der Platte werden als One-Takes aufgenommen. Trotzdem fühlt sich die Platte überhaupt nicht kurzlebig an: Sie zieht die Hörerin in einen Bann, über jedem Track liegt eine geisterhafte Atmosphäre, die einen nicht so schnell loslässt. Über allem: die schwebende, fragende Stimme von Alison Statton.

Playlist 

Girls At Our Best! - Warm Girls 

Girls At Our Best! - Getting Nowhere Fast 

Girls At Our Best! - Politics! 

Dolly Mixture – Spend Your Wishes 

Dolly Mixture – Step Close Now 

Dolly Mixture – Our Tune 

Dolly Mixture – Stareaway 

Marine Girls – Falling Again 

Marine Girls – A Place In The Sun 

Marine Girls – A Different Light 

Marine Girls – Honey 

Would-Be-Goods – The Camera Loves Me 

Would-Be-Goods – Cecil Beaton’s Scrapbook 

Would-Be-Goods – Velasquez and I 

Close Lobsters – Just Too Bloody Stupid 

Close Lobsters – A Prophecy 

Close Lobsters – I Kiss the Flowers in Bloom 

Young Marble Giants – Searching For Mr Right 

Young Marble Giants - Eating Noddemix 

Young Marble Giants – N.I.T.A 

Young Marble Giants – The Man Amplifier 

Young Marble Giants – Colossal Youth 

Young Marble Giants – Wurlitzer Jukebox 

Weekend – The End Of The Affair 

Weekend - Summerdays 

Weekend – Weekend Off 

Shop Assistants – I Don’t Wanna Be Friends With You 

Shop Assistants – Somewhere in China 

Shop Assistants – Train From Kansas City 

The Pastels – Nothing to Be Done 

The Pastels – Thank You for Being You 

The Pastels – Firebell Ringing

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