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Salle Modulable soll aufs Inseli

05.04.2016

sollen verschwinden - die ebenfalls evaluierten Standorte Theaterplatz und Motorbootshafen kämen nicht in Frage.

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"Das Inseli hat klar das grösste Potential und wird einstimmig empfohlen" so die Planungs- und Beratungsfirma Ernst Basler + Partner (Zürich) heute in einer Medienmitteilung von Stadt und Kanton. Ins gleiche Horn bliesen heute Regierungsrat Reto Wyss und Stadträtin Ursula Stämmer-Horst an einer Medienkonferenz im Kulturdepartement des Kanton Luzerns. Der Theaterplatz sei insbesondere zu klein, der Schotterplatz beim Motorbootshafen zu abgelegen, weniger gut erschlossen und weise geringe Umfeldattraktivität auf. "Gestärkt würde durch den Standort Inseli auch der Ruf Luzerns, profitieren werden auch Wirtschaft und Tourismus"

"Für die Stadt bedeutet dieser Standort eine Veränderung, aber auch eine grosse Chance und eine Aufwertung dieses Stadtraums am See. Natürlich wird sich das Inseli verändern, aber es bleibt ein grosses Stück Freiraum, weil wir den Carparkplatz in den Bauplatz integrieren wollen." - so die Stämmer-Horst heute in einem aufwändig gestalteten Image-Video.

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Die Studie der Beraterfirma aus Zürich schlägt weiter auch eine Umzonung, den Abriss des jetzigen Theatergebäudes und die Schaffung eines öffentlichen Freiraums an dessen Stelle vor. Der Stadtrat will diese Idee nun prüfen. Die Kosten für Betrieb und Unterhalt des Neuen Theater Luzern beliefen sich auf jährlich CHF 31 Mio. Heute kostet das Luzerner Theater die öffentliche Hand rund CHF 24 Mio.

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Ob die heute vorgestellte Vision eines neuen Theaterplatzes Luzern - einer Salle Modulable auf dem Inseli - zur Realität wird, hängt neben dem parlamentarischen Prozess in Stadt- und Kantonsparlament ab Juni bis September 2016, auch von mehreren politischen Initiativen ab.

Zwei Volksinitiativen der JUSO (Lebendiges Inseli statt Blechlawine) und der BDP (Nein zur Salle Modulable - Rettet unsere Oasen Inseli und Ufschötti) stehen dem Begehren der Regierung entgegen. Die Initiative "Luzerner Theater: Kulturhaus für alle" des Luzerner Architekten und Künstler Ariel Kolly will der Öffentlichkeit ausserdem das jetzige Theatergebäude an der Reuss erhalten.

Die Stadt plant der Bevölkerung diese Initiativen zusammen mit dem Baurechtsvertrag und Projektierungskredit zur Salle Modulable am 27. November 2016 zur Abstimmung vorzulegen.

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Weiterer Wiederstand formiert sich derweil. Stämmer-Horst möchte deshalb nun auch in den Dialog mit der Bevölkerung und beteiligten Kulturschaffenden treten. Entsprechende Veranstaltungen sollen am 11. und 14. April im Südpol stattfinden.

Genau das hätten sich die Grünen Luzern auch schon vor der finalen Bekanntgabe von Standort und Form der Salle Modulable gewünscht. Auch bedauern sie zusammen mit der JUSO und BDP auch die Standortwahl, das Inseli Nord solle eine grüne Oase bleiben, weitere Standorte wie beispielsweise der Kasernenplatz seien leider gar nicht erst in die Evaluation miteinbezogen worden.

Auch David Roth, Präsident der SP Luzern, meint via facebook:

Man könnte meinen Kanton und Stadt Luzern wollen #SalleModulable selber abschiessen. Sie schlagen mit Inseli ein absolutes NoGo als Standort vor. Posted by David Roth on Montag, 4. April 2016  

Auch eine fb-Gemeinschaft Namens: "Keine Salle Modulable auf dem Inseli" hat sich bereits formiert.

Der Stooszyt-Beitrag hier zum Nachhören:

 

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