Pamir

Rückblick auf das Greenfield 2017

13.06.2017

Seit vergangenem Sonntag steht das 13. Greenfield Festival in den Geschichtsbüchern. Was jetzt noch davon übrig bleibt ist ein leichter Sonnenbrand, ein dezenter Kater und ein steifer Nacken. All das haben auch wir, denn wir waren von Mittwoch bis Sonntag mit dabei.

13 Jahre hat's gedauert, bis sich Petrus endlich fürs Greenfield erweichen liess und  die Sonne durchgehend hat scheinen lassen. Das Wetter war zwar einwandfrei (naja, die 5 Grad in der Nacht von Mittwoch auf Donnersstag war jetzt auch nicht mega nötig, lieber Petrus), doch man munkelt, das wäre nur Kompensation gewesen für das Lineup, das dieses Jahr ein bisschen zu wünschen übrig gelassen hat.

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"zu wenig hart", "zu poppig" und "nicht aktuell genug" war der allgemeine Tenor und da hatte das Publikum wohl nicht ganz unrecht.

Eines muss man aber der poppigsten Band am Greenfield jedoch lassen - Kraftklub hat eine der besten Shows hingelegt! Musikalisch war's 1A, Sänger Felix Brummer hat sich ausgezogen und sie haben es geschafft, die ganzen Metalheads beim Lied 500k zum trappen zu bringen!

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Die Band, die am meisten überzeut hat, war Frank Carter and the Rattlesnakes. Obwohl es erst 14:00 war, 30 Grad auf dem Festivalgelände und er auf der grössten Bühne spielte, hat er es mit seiner gewohnten Psychoshow geschafft, die Leute mitzureissen und sie dazu gebracht, bei desen Temperaturen eine Circle Pit mit 100 Meter Durchmesser um den ganzen Technikturm zu machen. Voller Energie und Präsenz hat es sich wie in einer Clubshow angefühlt (übrigens haben wir mit ihm an seinem letzt Konzert in Zürich kurz gesprochen. Das Interivew findest du hier).

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Dann waren da natürlich noch die grossen Headliner. Green Day, jedermanns Kinheitshelden war ebenfalls ziemlich gut. Mit zwei Stunden Playtime vielleicht fast etwas langatmig und auch ein wenig übertrieben mit der Publikumsinteraktion, aber eigentlich ein solider, guter Auftritt. Zudem ein kleines medizinisches Wunder, wie Billi Joe Armstrong noch immer eine so jugendliche stimme haben kann nach 30 Jahren Green Day!

Blink-182, die zweite Band die alle früheren Kindheitspunkherzen schneller schlagen liess, war dafür ein kleiner oder grössere Reinfall. Besonders am Anfang war der Bass falsch, der Gesang schlecht und es hat gewirkt, als ob sie keine Lust hätten, gerade an dem Festival mit dem schönsten Ausblick zu spielen. Der einzige, der Energie zeigte, war  Drummer Travis Barker. Dass er einer der besten Drummer weltweit ist hat er zwar gezeigt, hatte aber fast etwas overdrive, weswegen es sich angefühlt hat, als ob der Rest der Band den Takt nicht mehr wirklich gefunden hat... Ein ziemlich einttäuschendes Konzert für die Zuschauer und wahrscheinlich auch für die Band, denn die Resonanz aus dem Publikum war auch nicht gerade überragend.

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Aber auch wenn die Musik mal nicht gefällt, gibt es ja noch zich andre Dinge, die man am Greenfield alles machen kann. Beispielsweise gibt es den Freak Market, den Brienzersee und den Mittelaltermarkt.

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Da gibt's Ritterkämpfe, Axtwerfen, Bogenschiessen und den besten Met. Oder man machts einfach auf die altbewährte Art und Weise: Durchtanzen bis es wieder Morgen ist.

mde

Natürlich durfte auch in diesem Jahr die Burning Hand nicht fehlen. Ein gebührendes Ende zu einem schönen, anstrengenden und warmen Greenfield 2017. Bis zum nächsten Jahr bleibt uns nichts Anderes übrig als den Nacken zu schonen, den Sonnenbrand zu pflegen und auf ein härteres Lineup zu hoffen.

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Aah ja, keine Lust zum das alles lesen? Ganz einfach hier nachhören:

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