Reimstunde

Hammer Album aus Hamburg x3

Eunique, Haiyti und Tom Hengst releasen diesen Herbst je ein Album welches einem musikalisch sofort packt. Jedoch gibt es moralische Problematiken mit einiger Textinhalte dieser MusikerInnen. Haiyti hat vor einer Weile Anschuldigungen bekommen, die sagten sie sei homophob. Hat das Internet die Problematik mittlerweile vergessen oder ihr sogar verziehen? In der dieswöchigen Reimstunde sind wir auf diesen Fall eingegangen und haben für uns einen Schluss gezogen. (Zu Eunique und Tom Hengst weiter unten im Text.)

2020 war Haiyit in einer Folge des Podcasts "Talk-O-Mat" debei. Im Gespräch gab Haiyti selbst zu sie habe in einem älteren Song von 2018 "schwul" als Synonym für "scheisse" benützt. Um sich zu erklären meint sie; Sie sei nicht homophob sondern sie will somit einfach provozieren. Fast zwei Jahre später macht Rapperin Nura auf diesen Ausschnitt in der Podcast-Folge via Instagram Story aufmerksam und betitelt Haiyti als "dumm und homophob". Kurz darauf meint Nura auch; Menschen können sich ändern und es sei nie zu spät sich zu entschuldigen, was Haiyti dann auch tat. Wieder in einer Instagram-Story entschuldigt sie sich mit einem kurzen Text und meint sie werde sich in Zukunft besser ausdrücken. Ist die Sache somit gegessen? Wir haben uns dazu entschieden ihre Entschuldigung anzunehmen, mit der Problematik aber noch im Hinterkopf und spielten Haiyitis neues Album "Ich lach mich tot" heute in der Sendung. 

„Ich lach mich tot“

ein Album mit 21 Tracks, von denen sieben Vorabsingles waren und drei davon entweder ein Skit sind oder ein Intro/Interlude. Es bleibt also immer noch jede Menge neuer Haiyti-Sound. Das Album besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil geht es thematisch um für sie typischen Flex mit Geld und Erfolg. Im zweiten Teil wird das ganze etwas düsterer und sie beschreibt die Kehrseiten von all dem Erfolg und Fame, Platz für flex bleibt aber trotzdem. Der letzte Song "Mach die Augen zu" wirft das ganze nochmals über den Haufen. Sie zeigt da eine sehr sensible Seite von sich selbst, was eher ungewohnt ist. Unteranderem in Songs wie "Fxxxboy" oder "Sad Boy Weinen" spricht sie von sich selbst als kühle Person die sich nicht für die Gefühle anderer interessiert. Der Song "Mach die Augen zu" zeigt aber das absolute Gegenteil und Haiyti spricht von intensiven Gefühlen die sie verspürt hat.



Haiyti ist aber nicht die einzige mit Dreck am Stecken. In Tom Hengst Rap-Texten ist es nicht unüblich über eine sexistische Line zu stolpern. Jetzt kommt aber ein Album von ihm mit Songs die besonders teifgründig sind und etwas abweichen vom Gangster-Rap. Diesen Mittwoch spielten wir den Song "Ihre Geschichte" der die Lebenssituation von Tom Hengsts Nachbarschaft beschreibt. Darin kommen Häusliche Gewalt vor, der Missbrauch von Drogen und Tom Hengst beschreibt wer die Vorbildsfunktion für ihn übernommen hat, wenn es die Eltern nicht taten.


Eunique reisst ab mit ihrem zweiten Album

Eunique zeigte sich bisher im Internet als um einiges bedachtere Person ohne Shitstorms. Auf ihrem neuen Album "Split" findest du eine viel Zahl von Genres mit 808-Beats bis Reggaeton. 

Euniques Vater war oder ist immernoch Rapper und Produzent. Ihre Familie generell ist sehr musikalisch und sie wächst mit einem breiten Bild von Musikstilen auf. Etwa mit 15 begann sie dann auf Youtube Freestyles von sich hochzuladen und erreichte irgendwann eine grössere Menge an Zuhörer*innen.

Im Album „Split“ thematisiert sie einen Split im Sinn von einer Trennung bzw. dem Ende einer Beziehung. Gangster-Rap und flexen bleibt aber auch ein grosser Teil vom Inhalt. 


Die ganze Sendung zum nachhören gibt`s hier:

Ab 00:07 Talk zum Album „Split“ von Eunique

Ab 00:54 neues Album „Spiel des Lebens“ von Tom Hengst

Ab 01:07 über Haiytis Shitstorm und ihr neues Album „Ich lach mich tot“

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