Sprechstunde

"Der Sandmann" verbindet Romantik und Gegenwart

31.10.2019

Den Sandmann kennt man in der Schweiz als liebes Männchen, das den Kindern beim Einschlafen hilft. In der Fantasie des romantischen Autors E.T.A. Hoffmann ist der Sandmann schaurig anders. In der gleichnamigen Novelle droht er, Augen aus Köpfen zu reissen. Die schaurige Geschichte wird momentan in Willisau aufgeführt. Und zwar in einer "Beta-Version".

In der Inszenierung von Regisseur Robin Andermatt wird eine Verbindung zwischen dem romantischen Zeitalter und der Gegenwart hergestellt. Schliesslich sei vor 200 Jahren bereits ein erstes "postfaktisches Zeitalter" angebrochen, sagt der Regisseur im Interview. Die Industrialisierung hinterfragte, was der Mensch genau ist, und was ihn von der Maschine unterscheidet. Brandaktuelle Themen in Zeiten von künstlicher Intelligenz.

Dank professionellen, kreativen Kräften und einem durchmischten Laien-Ensemble kommt "der Sandmann" auf die Bühne des Zeughauses in Willisau.

Warum auch aktuelle Verschwörungstheorien einen Bezug zur Romantik haben, erzählt Robin Andermatt im Interview:

"Der Sandmann - Beta-Version nach E.T.A. Hoffmann" gibt es jeden Mittwoch, Freitag und Samstag im Zeughaus Willisau zu sehen. Dernière: 22. November. Tickets und Infos hier.

Bilder: Stefan Tolusso.

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