Sprechstunde

Spinnenplage am Schwingfest

23.05.2019

Jeremias Gotthelfs Novelle "Die schwarze Spinne" aus dem Jahre 1842 ist DAS Kultbuch schlechthin. Die Geschichte erzählt von Bauern, die gezwungen werden innerhalb von einem Monat 100 Eichen auf einen Hügel zu befördern. Um diese unmögliche Aufgabe zu meistern, schliessen sie einen Pakt mit dem Teufel. Und jedes Kind weiss: Gehe niemals einen Pakt mit dem Teufel ein.

Der Verein «Schwarze Spinne» rund um die Regisseurin Ursula Hildebrand und den Theaterautoren Christoph Fellmann versetzt das Stück in die Gegenwart nach Stans auf einen Schwingplatz.

Das Ergebnis ist ein farbenfröhliches Freilichttheater, welches unsere Vorstellungen vom heilen, ländlichen Leben und die gegensätzliche, bittere Realität des zeitgenössischen Bauerntums aufzeigt. Der Schwingplatz Allweg in Ennetmoos und das Schwingfest als Austragungsort des Dramas sind hierbei nicht zufällig gewählt. Die Macherinnen und Macher sprechen gar von einem ‘Kraftort’ und das meinen sie wortwörtlich.

Wieso die ‘Schwingete’ optimal ist, um die globalisierte Landwirtschaft und swissifizierte Volkskultur mit Jeremias Gotthelfs Plage der schwarzen Spinne zu vereinen, erzählen Christoph Fellmann und Ursula Hildebrand im Podcast:

Bilder: Verein Schwarze Spinne

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