Sprechstunde

"Teach Me To Dance", oder: Kann man lernen, Grieche zu sein?

28.11.2019

Man stelle sich vor: Eines Tages landet ein Couvert im Briefkasten, dessen Inhalt die eigene Identität in Frage stellt. Man wird aufgeboten für die Armee eines Landes, das man nicht kennt - aber dessen Staatsbürgerschaft man offenbar besitzt. So ergeht es dem Protagonisten Aldir Polymeris im Stück "Teach Me To Dance" des Kollektivs "Trop Cher To Share". Polymeris wird gezwungen, sich mit seiner Herkunft und Identität auseinanderzusetzen. Er geht auf die Suche nach seinen griechischen Wurzeln.

Für Migrant*innen in einer globalisierten Welt ist diese Auseinandersetzung alltäglich. Fragen wie "Woher kommst du?" werden ständig gestellt. Doch welche Erwartungen stecken hinter dieser Frage? Was macht jemanden griechisch oder schweizerisch? Und muss man denn mit seiner Herkunft etwas anfangen können?

Fragen über Fragen, die erahnen lassen, dass es womöglich gar keine Antworten gibt. Doch "Trop Cher To Share" zeigen in "Teach Me To Dance", warum sich alle Menschen trotzdem mit diesen Fragen auseinandersetzen sollten.

Die Sprechstunde hat das Ensemble besucht. Was es mit dem "postmigrantischen Zeitalter" auf sich hat, ist im Bericht zu hören. Ob Aldir Polymeris es schafft, einen Bezug zu seiner Herkunft zu finden, ist im Südpol zu sehen (Daten unten).

"Teach Me To Dance" vom Kollektiv "Trop Cher To Share" im Südpol:

DO/FR 28./29. November. Jeweils 20 Uhr. Kleine Halle.

Bilder: Yoshiko Kusano / 3FACH

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