Sprechstunde

Wie kann Kunst Geschichte aufarbeiten?

Ende November wurden in Zürich die ersten Stolpersteine zum Gedenken an Schweizer Opfer des Nationalsozialismus gesetzt. Mehr als 80'000 dieser im Boden eingelassenen Gedenktafeln erinnern überall in Europa an die Schicksale von im Holocaust verfolgten Menschen. Die Stolpersteine sind damit das grösste dezentrale Mahnmal, schreibt der Verein Stolpersteine Schweiz. Und damit ein Beispiel für die Rolle, welche ein Kunstprojekt in der Aufarbeitung der europäischen Geschichte spielen kann.

Auch in Luzern setzen sich Künstler*innen mit der Geschichte auseinander. Im Rahmen des Projekts Löwendenkmal21 finden um das Monument regelmässig künstlerische Interventionen statt, welche sich kritisch mit dem heutigen Tourismusmagneten beschäftigen. Kuratorin Karin Mairitsch erkennt darin das grosse Potenzial der Kunst: Sie könne sich einem einzelnen Aspekt der Geschichte vertieft widmen, und diesem eine neue Wichtigkeit verleihen. An die Zwänge der Wissenschaft ist die Kunst nicht gebunden.

Doch hat die Kunst auch eine Verantwortung gegenüber die Geschichte? Oder kann sie gar nicht anders, als sich damit zu beschäftigen?

Im Beitrag erklärt Karin Mairitsch, welche Spannung zwischen politischer Verantwortung und künstlerischer Freiheit besteht, und warum man Kunst nicht zwingen sollte, politisch engagiert zu sein:


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