Stooszyt

Geschätzter Stadtrat: Ein offener Brief für... gegen den Abriss

Am Sonntag wurde ein offener Brief der Luzernern Kulturszene an den Stadtrat veröffentlicht. In diesem fordern rund 200 Kulturschaffende mehr Toleranz, Verständnis und Platz für Kulturräume in der Stadt. Konkret ist das Eichwäldli und die dort lebende "Familie Eichwäldli" gemeint.

Am ersten Februar soll die Familie Eichwäldli den Murmattweg 2 verlassen. Das stimmt uns nachdenklich, denn wir sind überzeugt: eine Stadt wie Luzern braucht liebevoll und sorgfältig gestaltete Orte wie das Eichwäldli, und energetische junge Menschen, die ihren Lebensraum aktiv gestalten wollen.

Die Stadt antwortet

Wir haben mit Beat Züsli, dem Stadtpräsidenten, telefoniert. Wir haben mit Ihm über den offenen Brief geredet. 

Die Stadt erkennt die Gefahr und die Lage an, dass verschiedene kulturelle Räume verschwinden. Beat Züsli betont jedoch das die Stadt auch aktiv ist in der Kulturförderung. 

Die Diskussion rund um das Eichwäldli dreht sich für die Stadt vor allem um die Baufälligkeit des Gebäudes.

"Eigentlich ist der Raum nicht mehr zur Diskussion ihn zu erhalten."

Beat Züsli erzählt das es letzte Woche einen runden Tisch mit beteiligten Parteien gab, auch mit der "Familie Eichwäldli". Es wurde darüber gesprochen wie das Areal in Zukunft genutzt werden kann. Die Stadt legte noch einmal ihre Position offen. Die Planung muss aber noch warten.

"Es ist noch ein Vorstoss im Stadtrat hängig, dieser wird mit grosser Wahrscheinlichkeit am 4. Februar besprochen."

In diesem Vorstoss geht es um das eventuelle Weiterbestehen des jetzigen Eichwäldlis. 

Eichwäldli dankt

Die Familie Eichwäldli konnte auf die kürze noch kein Statement zu der Antwort der Stadt geben. Die Familie Eichwäldli dankt jedoch den Kulturschaffenden der Stadt Luzern für die Unterstützung.

"Wir sind überwältigt vom grossen Zuspruch und der Solidarität, von den über 200 Kulturschaffenden aber auch von anderen, wie dem Quartierverein, der IG Industriestrasse, KuBra, Nachbar*innen etc. Es bestärkt uns und zeigt, dass das Projekt in den letzten zweieinhalb Jahren viele Menschen erreicht hat und seinen Teil für eine lebendige und diverse Stadt beiträgt. Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass es viele umsetzbare Alternativen zum geplanten Abriss gibt."

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