Stooszyt

"Ich bin Luxus, wenn ich aussuche, wer meine Schönheit sieht"

Die Volksinitiative, die ein Verhüllungsverbot fordert, möchte, dass niemand sein Gesicht verhüllen darf an Orten, die öffentlich zugänglich sind: beispielsweise auf der Strasse, im öffentlichen Verkehr, in Läden, in Restaurants, in Amtsstellen oder in der freien Natur. Ausnahmen wären nur möglich in Gotteshäusern und aus Gründen des einheimischen Brauchtums, der Gesundheit, der klimatischen Bedingungen oder der Sicherheit.   

Hauptargument der Befürworter*innen ist, dass keine Frauen unterdrückt werden sollen. Gegner*innen sagen dabei aber, dass die Initiative den Frauen, die eine Burka tragen und unterdrückt werden, nicht hilft.


Mit, nicht über verhüllte Frauen sprechen

Während des Abstimmungskampfs wird immer wieder über verhüllte Frauen gesprochen, aber kaum mit ihnen. In der Stooszyt haben wir mit der 31-jährigen Sehsish aus Pakistan und der 22-jährigen Kiyonah aus New York gesprochen. Beide tragen einen Niqab.

Was der Unterschied zwischen Hijab, Niqab und Burka ist, kannst du hier sehen:



Sehrish und Kiyonah sind praktizierende Musliminnen - mit ihrem Niqab für Alle sichtbar. Sehrish schon länger, Kiyonah trägt ihren Niqab erst seit letztem Februar. Bevor sie ihren Weg zum Islam fand, war sie Model und liebte es, ihren Körper zu zeigen. Heute liebt sie es, auszuwählen, wem sie ihre Schönheit zeigt. Dabei fühle sie sich luxuriös, schreibt uns die New Yorkerin.

Viele stellen sich aber noch die Frage, wieso sich einige muslimische Frauen verhüllen. Dieser Frage gingen wir unter anderem mit Professor Dr. Erdal Toprakyaran nach. Er ist Professor für islamische Theologie an der Uni Luzern und der Uni Tübingen. Ob die Burka tatsächlich ein Zeichen für Extremismus ist, ob Frauen zum Tragen der Verhüllung gezwungen werden und wieso Sehrish und Kiyona ihren Niqab tragen, hörst du hier:

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