Stooszyt

Journalismus unter Druck: Besuch bei null41

Journalismus im Wandel

Der Journalismus steckt in der Krise: In der ganzen Welt, aber auch hier in Luzern. Wer sich in der Medienwelt einnisten will, wird mit fehlenden Gelder, Jobknappheit und strengen Arbeitsbedingungen konfrontiert. Auch das null41 Kulturmagazin spürt den Wandel im Journalismus. Das Kulturmagazin wird von der IG Kultur Luzern herausgegeben und erscheint einmal pro Monat in Printform. Sie haben sich als unabhängiges und eigenständiges Kulturmagazin in Luzern etabliert.

Die Chefredaktorinnen Robyn und Giulia erzählen im Gespräch, wie sie den Wandel wahrnehmen:

Finanzieller Druck

Aktuell haben sie 1900 Abos für ihr Kulturmagazin, Tendenz sinkend. Sie haben etwa 100 Abos weniger pro Jahr.  Das ist eine Herausforderung, denn Abonnent:innen sind ihr Grundbaustein. Sie mussten im letzten Jahr auch ihr Budget kürzen. Darunter leiden vor allem die freischaffenden Autor:innen, welche Texte für das Kulturmagazin schreiben. Das ist problematisch, da so weniger Ressourcen vorhanden sind und auch die Qualität darunter leiden kann.

Kulturjournalismus

Das null41 Kulturmagzin versucht das kulturelle Schaffen in Luzern abzubilden. Das wollen sie auch gerne ausweiten, auf kultur- und gesellschaftspolitisches Geschehen. In ihrer ganzen Arbeit legen sie einen starken Fokus auf soziale Gerechtigkeit. Doch auch der Kulturjournalismus ist unter Druck. Die Chefredaktion erklärt, wieso es problematisch ist, wenn beim Kulturjournalismus gespart wird:

"Wenn nicht über Kultur geschrieben wird, wenn sie nicht Teil von gesellschaftlichem Verhandlungsprozess ist, dann existiert sie irgendwann nicht mehr."


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