Stooszyt

"Es ist eine dreckige Realität"

Schon lange hat man nicht mehr viel von dem Thema gehört - wie geht es in Afghanistan weiter? Die Taliban sind noch immer an der Macht, Menschen, die aus dem Land flüchten wollen, müssen einen schweren Weg auf sich nehmen und ihr Leben riskieren, damit sie es lediglich über die afghanische Grenze schaffen. 

Amnesty International hat elf Tötungen an Afghaner*innen von iranischen Grenzschützern dokumentiert, von türkischen Grenzschützern waren es drei. In einem Interview mit Beat Gerber, Mediensprecher von Amnesty Schweiz, erfuhren wir, dass das aber nur die Spitze des Eisbergs ist. 

"Es passiert ein riesiges Elend"

Unter anderem wegen diesem Punkt kann Beat Gerber die Aussagen der SVP nicht verstehen, die sagten, dass die Lage in Afghanistan sich genug beruhigt hätte, dass es wieder zumutbar sei, Leute zurück in das Land zu schicken.

"Das ist mir schleierhaft"

Viele Flüchtlinge, die von Afghanistan in die Schweiz flüchten, tragen den Schutzstatus F - sie sind nur vorläufig aufgenommen, weil es im Moment unzumutbar ist, sie zurück in ihr Land zu schicken.

In der Schweiz ist es auch öfters der Fall, dass Kinder unter 14 Jahren, die aus Afghanistan geflüchtet sind, einer Pflegefamilie zugewiesen werden oder argumentiert wird, dass sie zurück nach Afghanistan geschickt werden sollen, damit sie ihre Familie wiederfinden können. Auch das könne man, laut Beat Gerber, den Flüchtlingen nicht zumuten.

Dass es diesen Menschen in einem neuen Land gut geht, sei vor allem die Verantwortung von reichen europäischen Ländern - zum Beispiel der Schweiz. Sie sollten eine gute Unterkunft und Chancen für Integration bieten.

"Sie verdienen unseren Schutz und unsere Fürsorge"

Wie Beat Gerber auch sagte, mache die Schweiz schon ziemlich viel - es gibt einige Organisationen, die sich genau für diesen Schutz und diese Fürsorge einsetzen.

Eine grosse Rolle in der Integration und der guten Aufnahme spielt auch die Bildung - über diese haben wir noch mehr gesprochen. Anja arbeitet selbst an einer Schule der Dienststelle für Asyl- und Flüchtlingswesen. Wir haben zusammen darüber gesprochen, was da die grössten Probleme sind und wie man mithelfen kann:

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