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Spotify - Nulla vita sine musica?

03.11.2020

Spotify, mittlerweile der grösste Musik-Streamingdienst der Welt, wurde 2006 in Schweden gegründet. Was zu Beginn als legale Alternative zur Musikpiraterie vermarktet wurde, ist nun treibende Kraft in über 90 Ländern und stellt seinen rund 300 Millionen Nutzern 60 Millionen Songs, 4 Milliarden Playlists und 1.5 Millionen Podcasts zur Verfügung. Und das Gratis, unterbrochen durch Werbung, oder im Flatrate-Premium-Abomodell für wenig Cash. 

Wenn du das liest, hast du die App warscheinlich installiert, denn in der Schweiz gibt es immerhin 1.6 Millionen Nutzer. So viele Nutzer benötigen aber richtig viel IT-Infrastruktur. Vor ihrem Umzug in die Cloud betrieb Spotify rund 6000 Server in 4 Datenzentren auf der ganzen Welt. Bis 2016, als sie ihre gesamte Backendinfrastruktur in die Google-Cloud verschoben, wo sie gemäss eigenen Aussagen von tieferen Konditionen, besserer Performance und besseren Datenauswertungsmöglichkeiten profitieren. 

Spotify steht jedoch schon seit längerer Zeit in der Kritik von kleineren Musikmärkten, wie z.B. der Schweiz. Spotify betreibt kein Büro in der Schweiz, und der CH-Spezifische Content wird von Berlin aus generiert, ohne Kenntnisse über die Schweizer Musikszene. Die lokale Szene kritisiert die Verdrängung von Künstlern, schlecht kuratierten Playlists und daraus folgenden schlechteren Chartplatzierungen, was Einkommensausfälle bedeutet und somit die Entwicklung von lokalen Acts beeinträchtigt oder verunmöglicht.



In der Digitaldosis bearbeiten und erklären die Studenten Reto Stadelmann und Lukas Huwyler von der Hochschule Luzern Informatik aktuelle und relevante technische Neuerungen und Entwicklungen. Die richtige Dosis digital, einfach und verständlich erklärt.

Bild: Pixabay

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