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nüme es Chind! Elin gibt dem Älterwerden eine Stimme

Kein Kind mehr... und jetzt?

Wann ist man eigentlich erwachsen? Am 18. Geburtstag, mit der ersten eigenen Wohnung oder dann, wenn man sich auch so fühlt? Die 20-jährige Zürcher Sängerin Elin beschäftigt sich auf ihrer neuen EP "nüme es Chind" mit genau diesen Fragen. Im Interview erzählt sie, weshalb sie ihre Kindheit musikalisch festhalten möchte und warum das Älterwerden für sie ganz unterschiedliche Gefühle auslöst.

Entstanden ist die EP rund um ihren Übergang von 19 auf 20. Eine Zeit, in der Elin viel darüber nachgedacht hat, was es bedeutet, kein Kind mehr zu sein. Mit ihren Songs möchte sie Erinnerungen bewahren und ihrer Kindheit einen Platz geben, an dem sie weiterleben kann.

Auch auf TikTok hat dieses Thema Menschen erreicht: Ihr Song "bereue wird ichs nie" löste einen Trend aus, bei dem Nutzer:Innen aktuelle Bilder von sich mit Fotos aus ihrer Kindheit gegenüberstellen. Dazu läuft die Zeile "Ich bin nüme es Chind". Ein passender Soundtrack für den Blick auf das eigene Älterwerden. 


Auf ihrer fünf Songs umfassenden EP zeigt Elin, wie unterschiedlich sich dieser Lebensabschnitt anfühlen kann. Mal ist da Angst, mal Hoffnung. Manchmal fühlt sich alles voll an, manchmal leer. Diese Gegensätze wollte sie sowohl in ihren Texten als auch musikalisch hörbar machen. Jeder Song hat deshalb seinen eigenen Platz im Gesamtbild.

Besonders deutlich wird das bei "phoebe" und "so schön". Die beiden Songs gehören für Elin zusammen und erzählen gleichzeitig von gegensätzlichen Zuständen. In "phoebe" geht es um eine Angst, die so viel Raum einnimmt, dass man sich selbst kaum wieder erkennt. "so schön" beschreibt dagegen das Gefühl, allein sein zu können, ohne von dieser Angst begleitet zu werden. Die Leere darf sich plötzlich gut anfühlen. Dass beide Seiten auf der EP vorkommen, berührt elin besonders.

Bild von Instagram @elinmusik

Einen einzelnen Lieblingssong kann Elin nicht nennen. Zu jedem Stück hat sie eine tiefe Verbindung. Auf der Bühne freut sie sich darauf, zu "ohni dich" herumzuspringen und bei "phoebe" ihr ganzes Herz herauszulassen. Gerade weil die Songs textlich und musikalisch so verschieden sind, bedeutet ihr jeder auf seine eigene Weise viel.

Was Elin sich für ihre Musik wünscht, ist dafür ganz klar: Menschen sollen sich darin wiederfinden, unabhängig davon, wie alt sie sind. Vielleicht passt ein Song zu einer bestimmten Situation, vielleicht hilft er dabei, ein Gefühl besser zu verstehen. Ihr grösster Wunsch ist, dass sich beim Zuhören jede Person ein bisschen weniger allein fühlt.

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