Nach 20 Jahren Bandgeschichte werden der Band plötzlich ausverkaufte Welttourneen angeboten. Was sollte die musikalische Antwort darauf sein?
Iwaou wurde am 14. August 2026 veröffentlicht.
Als Natsuko Miyamoto 2002 in der japanischen Grossstadt Kobe eine Band gründete, war es ein No-Brainer, diese MASS OF THE FERMENTING DREGS (oder auf japanisch gekürzt: Masudore) zu nennen. Nein, der Name hat nicht wirklich einen Sinn. Es ist eine Aneinanderreihung von Wörtern, die sich Natsuko schon einige Jahre zuvor ausgedacht hat.
Über die Jahre hinweg gab es Lineup Änderungen, die 2012 dann zur Auflösung der Band führten. Doch ohne Band zu leben ist kein Leben: Nach occasional Reunions bekamen wir mit Natsuko Miyamoto's neuer Band 2018 und 2022 zwei Alben. Seither ist die Band nicht nur zum ersten Mal auf Europa und Amerika gereist, sondern haben dazu alle Shows ausverkauft. Die Grössenordnung nimmt nicht ab, im Gegenteil, die Konzerte werden immer grösser und die Reichweite nimmt zu. Mit Iwaou veröffentlicht die Band ihr erstes Album seit dem grossen Hype. Ist der Sound immer noch so edgy wie der, den sie auf unser Radar gebracht hat?
Ruhiger geworden ist es allemal. Die Anzahl Balladen hat zugenommen und das meine ich nicht abwertend. Schrille Gitarren-Momente mit Shoegazigen Riffs sind immer noch vorhanden. Der Post-Hardcore Oomph bleibt fester Bestandteil der DNA. Mit Ghost endet das Album mit einem emotionalen 9 minütigen Closer, welches man schon fast als Mischung zwischen My Bloody Valentine und den alten Kings of Leon betrachten könnte. Dass die Band in eine neue Richtung geht ist gut – Stagnierende Künstler sind nicht das, was die Welt braucht.