Tiny Nest verbindet Live-Musik und Austausch
Einmal im Monat wird der Zürcher Club Kauz zum Treffpunkt für alle, die Konzerte lieber nah, persönlich und ohne Distanz erleben. Mit der Reihe Tiny Nest setzt der Club bewusst auf ein intimes Konzertformat mit maximal 120 Gästen. Statt grosser Show stehen Nähe, Austausch und Schweizer Musik im Zentrum.
Tiny Nest funktioniert anders als klassische Clubshows. Der Raum ist klein, die Bühne kaum erhöht und das Publikum ist nur wenige Zentimeter von den Artists entfernt. Jeder Abend ist klar strukturiert: Zuerst gibt es eine rund halbstündige Live-Session, danach folgt eine moderierte Q&A-Runde. In diesem Teil kann das Publikum direkt Fragen stellen und erhält Einblicke in Hintergründe, Songentstehung und das Leben der auftretenden Musiker:innen. Anschliessend geht das Konzert in eine zweite musikalische Hälfte über, die durch den vorherigen Austausch oft noch intensiver wahrgenommen wird.
Bild von Urs Brauchli
Inspiration aus einem bekannten Format
Die Idee hinter den Tiny Nest Concerts entstand aus dem Wunsch nach mehr Nähe an Konzerten. Inspiration lieferte unter anderem das Format Tiny Desk Concerts, bei dem Musiker:innen in kleinem Rahmen auftreten und ihre Songs in reduzierter Form präsentieren. Dieses unverfälschte und direkte Erlebnis wurde für Tiny Nest weitergedacht und mit einer zusätzlichen Gesprächsebene ergänzt.
Fokus auf Schweizer Künstler:innen
Bei der Auswahl der Acts liegt der Fokus auf Musiker:innen aus der Schweiz. Oft treten Artists auf, die gerade neue Musik veröffentlicht haben oder an einem Wendepunkt in ihrem Schaffen stehen. Grösse oder Bekanntheitsgrad sind dabei weniger entscheidend als musikalische Qualität, Neugier und Vielfalt. Das Line-up bleibt bewusst genreübergreifend und ausgewogen von Bands bis zu Solo-Projekten, von Pop bis zu elektronischen Experimenten.
Klein bleiben als Konzept
Tiny Nest versteht sich nicht als wachsendes Grossprojekt, sondern als bewusst kompaktes Format. Die Konzertreihe soll klein, überschaubar und nahbar bleiben, weil genau das den Kern des Erlebnisses ausmacht. Denkbar ist höchstens ein einzelnes grösseres Event pro Jahr unter dem gleichen Label, um die Reichweite zu erhöhen. Das monatliche Grundformat bleibt jedoch unverändert.
Mit Tiny Nest entsteht im Club Kauz ein Raum, in dem Publikum und Künstler:innen auf gleicher Höhe zusammenkommen. Ohne Barrieren, ohne Distanz und mit echtem Austausch. Genau diese Kombination aus Musik, Gespräch und Nähe macht Tiny Nest zu einem besonderen Fixpunkt im Zürcher Konzertkalender und zu einem Format, das zeigt, wie intensiv Live-Musik im kleinen Rahmen sein kann.
Bild von Urs Brauchli