Klassiker der Woche

Burka Band - Burka Band

09.02.2026
von Luna Vock

Die erste Burka-Band weltweit. Die afghanische Girlband gründete sich im Jahre 2002. In einem Land, welches nichts als Gewalt und Unterdrückung kennt, stieg die revolutionäre Band hervor. Durch einen Musik-Workshop, mitgefördert durch das Ministerium für Kultur Afghanistan, in Kabul 2002 fand die Band zueinander. Die Band setzte sich durch ihren kreativen Ausdruck ein aktivistisches Zeichen gegen die Taliban. In Afghanistan sind die Möglichkeiten, sein Leben zu finanzieren, auf wenige, risikobehaftete Wege begrenzt. Opium anbauen oder sich den Taliban anschliessen sind die zwei lukrativsten Einkommensmöglichkeiten. Schon seit Jahren werden Frauen (FINTA*) unterdrückt und zum Schweigen gebracht. Ein Name, den du bestimmt kennst, ist Malala Yousafzei, welche 2014 den Friedensnobelpreis, verliehen erhielt. Doch nicht jede Person die sich gegen die Taliban aussprachen bekamen dementsprechende Aufmerksamkeit. Trotzdem setzten sie sich auf verschiedene Weise für die Befreiung von unterdrückten Gruppen in Afghanistan ein Seit 2021 verschlimmerte sich die Lage in Afghanistan wieder, was zu frischer Aufmerksamkeit für die Burka-Band führte. Die Band blieb anonym. Durch die Musik fanden sie ein Ventil, welches ihnen ermöglichte, ihre Kreativität wie auch ihren Aktivismus auszuleben. Sie veröffentlichten 2003 ihren ersten Song „Blue Burka“, durch welchen sie damals schon mediale Aufmerksamkeit erhielten. Der Sound ist geprägt von aktivistischen Texten mit einer Prise Satire. 

Eine Indie-Rock-Band, die mit ihrer Präsenz und Aussage überzeugte, schockte und aufweckte Die Taliban verboten jeglichen Ausdruck in Kunst und Musik. Durch ein Schlagzeug, welches sechs Jahre lang vor den Taliban versteckt wurde, entstand der Beat von Burka Blue. Der Track „Burka Blue“ wurde über das von der Berlinerin Gudrun Gut gegründete Record-Label Monika Enterprise veröffentlicht. Dies führte auch zu der breiten Zugänglichkeit der Musik. Es wurden verschiedene Musikvideos gefilmt, in der Küche des Raumes, wo der Workshop stattfand, wie auch an „sicheren“ Orten in der Stadt Kabul. Die Namen der einzelnen Personen werden bis heute durch einen Phantomnamen geschützt. Einmal mehr ein Aufruf, sich seiner Privilegien bewusst zu werden und anderen Menschen eine Bühne zu bieten. An so vielen Orten der Welt ist der Alltag für viele die Hölle. So bringt auch Burka Band einen Schimmer Hoffnung in die dunklen Zeiten, in welchen wir leben, lebten und hoffentlich bald rekonstruieren. Schenke Liebe, Unterstützung und Hoffnung. Ein offenes Ohr ist nicht nur gut für Musik, sondern auch für Mundtot gemachte und Minderheiten.


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