Pamir

Der Friedhof des Post-Hardcores

Pretty Girls Make Graves For Music Genres

Seattle, 2001 – Der Grunge hat schon lange sein Leben gelebt, die lokale Rock Szene weiss für einen Moment nach den 90ern nicht so ganz wohin. Mit Bands wie Botch oder The Blood Brothers schlagt man eine neue Richtung ein: Der Post-Hardcore übernimmt die Stadt.

Mit dem neuen Momentum gründeten sich 2001, benannt nach dem The Smiths Song, Pretty Girls Make Graves. Eine weitere wichtige Band für ihre local Scene. Nach ihrem Math Rock inspiriertem Debut Album veröffentlichen sie 2003 ein Monument der Stadt. The New Romance ist dunkel, komplex und durchdacht. Ein anderer Sound wird herauskristallisiert. 

Der Tod eines Genres

Es ist nicht mehr Post-Hardcore. Es ist nicht Math-Rock. Es ist nicht Punk Rock und schon gar nicht Grunge. Auf einmal hebt sich der Sound völlig ab von den Normen der letzten fünf Jahre. Geschichtlich gesehen könnte man sagen, dass sich die Fugazi und At The Drive-In inspirierten Bands zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal trauten, sich mit The Strokes artigen Klangfarben auseinander zu setzen. Ein Post-Punk Revival schon fast? Zu der Zeit trauen sich auch gleichgesinnte Seattle Bands wie Minus The Bear einen ähnlichen Weg einzuschlagen. Heutzutage könnte man sagen, dass diese Zeit prägend für den Indie Rock war – Vor Franz Ferdinand oder Bloc Party waren eben die Bands, die man nicht im Mainstream auf dem Schirm hatte. Das Album The New Romance von Pretty Girls Make Graves ist ein gutes Stück Historie für die musikalisch turbulenten 2000er. Ein perfektes Beispiel für die Metamorphose eines Genres.

The New Romance wurde am 9. September 2003 via Matador Records veröffentlicht.

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