Sprechstunde

3 Tage, 3 Frauen, 3 Ausdrucksformen

Vom 25. Bis 27. September fand im Sentitreff in Luzern das interkulturelle Festival BLA! statt. An drei Tagen trafen Personen aus verschiedenen Kulturen zusammen, sich und ihere Unterschiede zu feiern. Insgesamt fanden in diesen Tagen 43 Programmpunkte statt. Alle unter dem grossen Thema «Wurzeln». Es geht also in verschiedenen Performances und Ausdrucksformen um Heimat, Identität und Zugehörigkeit.  

Unter den vielen Mitwirkenden auch Yuliya, Flavia und Sara. Die drei Frauen waren an je einem der drei Tage an einem der Programmpunkte beteiligt. 

Sie erzählend rückblickend ihren Eindruck vom Festival und erzählen, was das alles mit dem Thema Wurzeln zu tun hat.  

Freitag mit Yuliya 

Yuliya kommt auch der Ukraine und lebt heute in Luzern. Die Sängerin stand am Freitag mit ihren eigenen Popsongs auf der Bühne beim Sentitreff. Die «Wurzeln» besingt sie in insgesamt 10 Songs: Es geht um die Wertschätzung gegenüber andern, um Liebe zueinander und zu Mutternatur.  

Durch die Musik können sich Menschen am besten verstehen, ohne die Sprache zu kennen, da sie direkt zu Herzen geht 

Mit ihren Songs will Yuliya den Besuchenden des Fesitvals vermitteln, dass jeder Mensch irgendwann an der Stelle einer/eines Geflüchteten stehen könnte. Deshalb ist es wichtig, jeden Mensch wertzuschätzen, unabhängig seiner Herkunft. Yuliya singt deshalb von Gleichberechtigung, Toleranz, der Einzigartigkeit jedes Menschen und dem ukrainischen Glaube an das Gute.  

Samstag mit Flavia 

Flavia war dieses Wochenende nicht im Radio 3FACH zu hören, sondern am Sentitreff. Am Samstag hat sie die Podiumsdiskussion «Neue Vielfalt in der Kulturlandschaft» moderiert. 

Wieder zuhause in der Sprechstunde erzählt sie, was die Podiumsdiskussion bei ihr für eindrücke hinterlassen hat und inwiefern sie die Wurzeln wahrgenommen hat.  

Sonntag mit Sara 

Sara ist sich selbst gar nicht so genau sicher, wo ihre Wurzeln sind. So häufig ist sie in ihrem Leben schon umgezogen. Doch wie ihr Grossvater immer sagte:  

Wer kein Dialekt hat, hat keine Wurzeln  

... und das in einem starken Bayerischen Akzent. Nach dieser grossväterlichen Weisheit hat Sara ihr Kunstwerk auch benannt.  

Am Sonntag hat sie ihr Kunstwerk präsentiert, welches eigentlich aus zwei Kunstwerken bestand: Während des ganzen Festivals durften die Besuchenden Wurzelstränge aus recycleten Textilien nach ihren Wünschen verändern. Die Veränderungen wurden mit einem Zeitraffer gefilmt und die Aufnahme wurde von der Künstlerin am Sonntag präsentiert. Doch für Sara bleibt das Festival vor allem wegen den vielen Menschen und Begegnungen in Erinnerung. Die ganze Welt an einem Ort versammelt. 

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