Janica Irina Madjar hat vor kurzem ihren ersten Roman «Den Berg auf der Zunge» veröffentlicht. Was ursprünglich mit autofiktiver Elementen begann, entwickelte sich zu einem spannenden Roman. Doch was hat der Klimawandel mit der eigenen Kindheit zu tun?
Janica hat sich zwischen Buchmessen und Lesungen Zeit für die Sprechstunde genommen und erzählt uns von ihren persönlichen Eindrücken zwischen dem Alltag und dem Schreiben.
Zurück nach Wengen
Im Roman «Den Berg auf der Zunge» kehrt die Ich-Erzählerin in einem heissen Sommer zum Ort ihrer Kindheit zurück. Als ihre Mutter für mehrere Wochen in die Ferien fährt, muss sich die Erzählerin um den Garten kümmern. Sie kehrt von der Stadt zurück in das kleine Bergdorf Wengen. Genau das, was sie eigentlich nicht wollte. Diesen Ort hatte sie schliesslich hinter sich gelassen…
…um aus dem Bergdorfkind eine Stadtfrau zu machen.
Begleitet wird sie von einem Hund und dem tiefen Misstrauen gegen den Ort, der durch den Verlust ihres Vaters geprägt ist und nicht ganz Wort «Heimat» passen will. Während der Klimawandel in den Bergen allgegenwärtig ist, durchstreift die Erzählerin die Alpen.
Ein Roman, der sich mit Wiederannäherung und Zuversicht beschäftigt, an einem Ort, wo sich die Beständigkeit aufzulösen beginnt.
Vom Pinsel zum Stift
Was mit Interesse an Kunst begann, ist nun auch Interesse an Literatur. Janica hat Kunst studiert und sich zuerst mit Pinsel und Farben ausgedrückt. Trotzdem begleitet sie das Schreiben schon lange. Gerade das Verfassen eigener literarischer Texte fasziniert sie schon lange. Deshalb ist es wohl kein Wunder, dass im Moment gerade der Pinsel gerade etwas in der Ecke liegen bleibt…
«Ich bin eine politische Person»
Janica interessiert sich selbst für politische Themen. Gerade deshalb kommen diese im Roman nicht zu kurz. Doch auch wenn der Klimawandel in Form von schmelzenden Gletschern und bröckelnden Bergen eine wichtige Rolle im Roman annimmt, war es doch nie Janicas Ziel gewesen, einen Climate Fiction-Roman zu schreiben. Doch vielleicht lässt sich der Roman eher als politischer-feministischer-klimakritischer-autofiktiver Roman beschreiben.
Stress kann manchmal auch Freude bereiten
Gerade erst ist Janica von der Frankfurter Buchmesse zurückgekommen, doch viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Es ist und bleibt eine Bereits stehen die nächsten Lesungen vor der Tür:
Weitere Angaben, wann wo welche Lesung stattfindet, findest du hier