Triibsand

Querfeldein über Downtempo zu Neoklassik

Gemeinsamkeiten im Widerspruch

Reine Ambienttrance mit Streicher in der Melodie oder eben doch nur Bässe und ein Kopfnicktempo. Irgendwie löst beides dasselbe aus, obwohl unterschiedlicher das Musikverständnis kaum sein könnte. Beides zieht aber dem Gedankenkreisen der Boden unter den Füssen weg und lässt einen tief im Triibsand versinken.

Eine Reise von Kopfnicken bis in den Schlafzustand:

Hoch hinaus klettern und ganz tief fallen

Die Reise von tiefen, langsamen Bässen bis hin zu treibenden acid-angelehnten Rhythmen, zu der die kroatische Produzentin Ivna Ji einlädt, wirkt auf dem Album Archways vollkommen. In sechs Tracks nimmt sie einen an die Hand und führt dich durch verschiedene Tempi, Höhen und Tiefen. Verschiedene Basssrukturen, Melodien von A-Z und eine Komposition, welche überstimulierende Töne so übereinander legt, dass sie plötzlich nicht mehr stören. 

Wie Härte in Watte verpackt wird

Verletzlich zeigt sich die ukrainische Künstlerin Natalia Tsupryk in ihrer EP Are We Alive?. Im Soundbild fallen Sirenentöne durch neoklassische Kompositionen. Sie spielt aber auch mit dem intimsten Instrument, der eigenen Stimme. Dabei behandelt sie die harte und schwere Realität, die in ihrem Heimatort Kiew durch den Krieg herrscht.
Die neoklassische Musikerin verarbeitet mit vorsichtigen Klängen und einem schweren Soundbild das eigene Schicksal.

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