27.04.2026
von
Elia Brülhart
Mit Blue Angel Sparkling Silver 2 bringt die Musikerin aus Texas Riya Mahesh aka Quiet Light ein Schwesteralbum, eine Fortsetzung ihres vorherigen Albums, zu unseren Ohren.
Die Sängerin, die gerade so nebenbei noch an ihrem Medizinstudium arbeitet, während sie tourt und ein Album komponiert und aufnimmt, hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Zuerst im Underground mit Plattformen wie Nina Protocol oder Silknode, jetzt schreiben aber auch renommierte Magazine wie the Quietus oder Pitchfork schon Reviews über ihre Musik.
Dies wird wohl nicht auch letztlich dem geschuldet sein, dass Quiet Light seit kurzem Teil des Labels True Panther ist, welches auch schon Oklou in der Zeit ihres grossen Bekanntheitsaufschwungs begleiteten.
Jedoch wird es nicht nur die PR-Arbeit des Labels sein welche der Sängerin aus Texas zu Aufmerksamkeit verhilft, sondern auch dass sie mit dem Album wirklich den nächsten Schritt gemacht hat. Sie findet mit den Tracks eine kleine neue Wendung ein, bringt mehr Energie mit und auch die Productions auf dem Release überbieten die vorgängigen noch an Komplexität.
Spannend ist bei Quiet Light wie sie die Emotionen hier übersetzt. Die Vocals werden in Layerings zu einem Klangteppich der im Ambientstil daherkommt, mit Loops und Verzerrungen. Darüber singt sie mit aber doch recht klaren und poppigen Vocals die wiederum eine Intimität schaffen.
Sie schafft es einen Spagat zu finden zwischen Pop und Experimental, indem sie beide Aspekte in einer ausgefeilten Form belässt der Kompromis findet sich in der Kombination und nicht in einer Angleichung. Und weil ihr diese Brücke hier noch besser gelingt und weil sie noch mehr Verbindungen zu anderen Genres und Stils schlägt ist es unser Album der Woche.