Stell dir vor, du bist nochmals ein Kind. Du sitzt in einem riesigen Zelt, das Rot und Weiss gestreift ist. Du hast eine Tüte Pop-Corn in der Hand und bist völlig verzaubert. Auf der Bühne stehen Artist:innen die Jonglieren, Saltos schlagen und dich zum Lachen bringen. So fühlt es sich an, im Circus Monti.
Der Circus Monti tritt im Moment in der Allmend Luzern auf. Das mit einer Inszenierung, die Bric Brac heisst. In diesem Stück geht es um ein mysteriöses Brockenhaus. Den Zirkus gibt es jetzt schon seit 40 Jahren, gegründet von der Familie Muntwyler im Kanton Aargau.
Aufgewachsen im Circus Monti
Wir haben mit Mario Muntwyler gesprochen. Er ist zuständig für die Administration vom Zirkus. Er stand aber auch schon selbst auf der Bühne und das nicht erst seit kurzem, sondern schon seit er ein kleiner Junge ist. Er ist also mit dem Circus Monti gross geworden. Das ist aber eine Ausnahme, denn sonst sind die Artist:innen mindestens 18 Jahre alt. Wenn man dem Zirkus beitritt, dann ist das wie ein Vollzeitjob. Man hat also nicht noch Zeit, um nebenbei zu studieren oder zu arbeiten. Als Kind ist Mario Muntwyler aber trotzdem nebenbei noch zur Schule gegangen.
Das Zirkusdorf
Der Zirkus reist immer umher, zwar nicht mehr so viel wie früher, es sind aber trotzdem 10 Standorte. Das heisst, Artist*innen leben nicht in einem normalen Haus, sondern auf Rädern. Sie leben in Wohnwagen, so wie man sie kennt. Der Circus Monti reist mit ca. 40 Wohnwagen umher. Das heisst, von vielen ist während der Saison der Arbeitsplatz auch das Zuhause. Das hat viele schöne Seiten! Man lebt zum Beispiel viel naturnaher. Man steht auf und hört den Regen. Man isst draussen mit seinen Freund*innen. Es bringt aber auch Schwierigkeiten mit sich.
Arbeit vermischt sich mit dem Privatleben
Das Leben in einem Zirkusdorf bringt aber auch einige Schwierigkeiten mit sich. Es ist eine Herausforderung, das Privatleben von der Arbeit zu trennen. Vor allem für Leute, die neu dazu kommen. Genau die müssen anfangs lernen, sich auch man zurückzuziehen. Man hat aber immer die Möglichkeit, Zeit für sich zu haben. Dafür kann man einfach zurück in seinen Wohnwagen und sich ach einfach mal einen Film gönnen.