Zwei Projekte, zwei Städte und eine gemeinsame Bewegung. Dar Disku und Kazdoura stehen für eine neue Generation von Musiker*innen, die Musiktraditionen aus Westasien und Nordafrika nicht bewahren, sondern weiterdrehen. Beide verbinden kulturelle Wurzeln mit zeitgenössischer Club-Energie und erzählen von Migration, Solidarität und kreativer Freiheit.
Mit ihrem selbstbetitelten Debüt öffnen Dar Disku ein klangliches Portal zwischen SWANA-Region (South West Asia and North Africa) und globalem Clubkosmos. Das in Bahrain geborene, heute in Grossbritannien based Duo, verbindet die goldenen Sounds Westasiens und Nordafrikas mit pulsierender Gegenwart. Hinter Dar Disku stehen Mazen Almaskati und Vish M, zwei Künstler, die sich mit ihren energiegeladenen DJ-Sets und elektrischen Mixen international einen Namen gemacht haben.
Dbayli wurde am 27. September 2024 via Soundway Records Ltd veröffentlicht.
Aufgenommen zwischen UK, Algerien, Türkei und Tunesien, springt das Album mühelos von Disco zu Raï, von Piano House zu türkischem Psych, streift Ambient-Flächen und Bollywood-Momente. Ägyptische Folklore, sudanesischer Funk, äthiopischer Jazz und Khaleeji-Disco treffen auf elektronische Texturen, Hip-Hop-Grooves und psychedelische Farben.
“Sonically we have tried to capture what time traveling with Dar Disku through our different influences would feel like.”
Dar Disku wurde am 27. September 2024 via Soundway Records Ltd veröffentlicht.
Inspiriert von verborgenen musikalischen Schätzen, aber fest im Jetzt verankert, erschaffen sie Songs, die nostalgisch schimmern und gleichzeitig frisch leuchten. Mit Vintage-Konsolen, analogen Synthesizern und viel Liebe zum Detail entsteht ein Sound, der zeitlos, vielschichtig und grenzenlos ist.
Zwischen Wolken und Wurzeln
Verwurzelt in der levantinischen Musiktradition und getragen von mutiger Experimentierfreude, erschafft Kazdoura mit ihrem Debütalbum Ghoyoum eine schillernde Klangwelt zwischen arabischen Maqams, groovenden Rhythmen, Psychedelia und souligem Jazz-Saxofon.
Das Projekt ist aus Resilienz und kultureller Verbundenheit entstanden. Die syrische Sängerin Leen Hamo, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen musste, und der libanesische Multiinstrumentalist John Abou Chacra trafen sich 2020 bei einer Benefizveranstaltung in Toronto nach der Explosionskatastrophe in Beirut. Aus diesem Moment der Solidarität wuchs eine aussergewöhnliche musikalische Verbindung.
Khayal wurde am 15. März 2025 veröffentlicht.
Die Basslines rollen warm und elastisch, die Drums greifen tief in Funk- und Soul-Traditionen, während darüber ornamentierte Melodien in syrischem Arabisch kreisen. Leen Hamos Stimme führt und erzählt, immer mit einer emotionalen Direktheit, die aus gelebter Erfahrung entsteht. Ein hypnotischer Groove kippt plötzlich in eine psychedelische Weite, Saxofonlinien schneiden durch dichte Arrangements, traditionelle Maqam-Strukturen öffnen sich in jazzige Improvisationen.
Ghoyoum wurde am 15. März 2025 veröffentlicht
Ghoyoum, was so viel wie „Wolken“ bedeutet, beschreibt die einzelen Tracks als leicht, lichtdurchflutet und elektrisierend. Ein Album, das nicht stehen bleibt, sondern wie das Wetter weiterzieht und sich ständig verändert. Traditionen können lebendig klingen, wenn man sie atmen lässt und mit offenen Armen einen Schritt weiter geht.
✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼
Die besten Tracks findest du in dieser Playlist:
✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼
Playlist:
Dar Disku – Dar Disku
Leil
Alsutur ft. FLANAH
Sabir ft. Billur Battal
Dbayli ft. Yacine El Khaldi
Baar Baar ft. Asha Puthli
Fajr
Kazdoura – Ghoyoum
Marhaba Ahlen
Ya Banat
Allemni Hibbak
Hmool El Safar
Mili
Khayal
Titi Titi
Bala Wda3
Al Ain
Killo Birooh
✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼ ✼