Stooszyt

"Unser Hirn ist zu schnell für unseren Mund"

Laut Statistiken der Schweiz haben rund 5-7% aller Kinder und Jugendliche ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) - von der Anzahl Erwachsener, die mit der neuro-biologischen Krankheit leben, ist oftmals wenig die Rede. Aber auch Menschen, die aus ihren Jugendjahren herausgewachsen sind, zeigen noch immer Symptome; diese werden aber immer noch zu häufig ignoriert. 

Laut der schweizerischen Ärztezeitung werden den Erwachsenen, welche Symptome von ADHS zeigen, des Öfteren vernachlässigt - das hat auch eine Freundin von mir so erlebt. Panagiota wurde mit 15 Jahren mit ADHS diagnostiziert. Mittlerweile ist sie 18 Jahre alt und konnte uns einen guten Einblick in ihre Diagnose geben, sowie einen Vergleich ziehen, wie ADHS sie in jüngeren und auch in älteren Jahren beeinflusst hat und es immer noch tut.

In vielen Fällen scheint es nämlich so zu sein, dass ADHS-Symptome in Erwachsenen immer wieder als ein Charakterzug oder als eine gewisse Eigenart angesehen wird. So auch in Panagiotas Fall - sie dachte auch von sich selbst, dass sie einfach so wäre und dass da nichts weiteres dahinter stecke. 

"Unser Hirn ist zu schnell für unseren Mund"

Menschen - und vor allem Erwachsene - mit ADHS sind sicherlich nicht, wie manche denken, langsam oder gar weniger intelligent; da ist eher das Gegenteil wahr. Es falle ihnen einfach schwerer, ihre Gedanken zu ordnen. Panagiota selbst erlebt ihr ADHS auch als etwas, was sie kreativ fördert - sie beschreibt es als eine "Bubble", aus der sie nicht mehr so schnell rauskommt und sich dann gänzlich einem Projekt widmen kann.

ADHS verliert also nicht plötzlich die Wirkung - eine "ADHS-Welle" sei, laut der schweizerischen Ärztezeitung, unumgehbar; diese werde wahrscheinlich in ein paar Jahren Form annehmen.

Wir sprachen noch mehr über das Thema rund um ADHS - den ganzen Bericht kannst du hier nachhören: 

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