Stooszyt

"Es kann nicht sein, dass solche falschen Aussagen unwidersprochen bleiben"

Ende Mai fing der Stress an - die NZZ veröffentlichte ein Interview mit der Wirtschaftshistorikerin Andrea Franc, die darin stark gegen Studierende der Geisteswissenschaften schiesst.

Absitzen und sich durchs Studium kiffen. Bei fünfzehn Leuten im Geschichtsseminar ist im Minimum einer bekifft. Andere zeigen sich gegenseitig ihre Ferienbilder, schicken sich Whatsapp-Nachrichten oder schiessen auf dem Handy Zwerge ab. [...]
- Andrea Franc in ihrem Interview mit der NZZ


Dieses Interview hat schnell Wellen geschlagen unter den Student*innen der Universität - darunter auch Samuel Zbinden. Nebst seiner Tätigkeit als Luzerner Kantonsrat der Jungen Grünen studiert er PPE an der Uni Luzern. Bald nachdem das Interview rauskam, wurde auch der offene Brief veröffentlicht - unterzeichnet von über 100 Studierenden. 

"Absurde und faktenfreie Behauptungen"

So beschreibt Samuel die Aussagen Andrea Francs. Vor allem die oben genannte Behauptung, dass mindestens eine*r von 15 Student*innen in einem Seminar der Geisteswissenschaften bekifft seien, hat für Empörung gesorgt. Samuel hat auch betont, dass Frau Franc Privatdozentin an der Universität Basel ist - so viel unterrichtet sie also nicht in Luzern, was laut ihm ihre Aussagen noch skurriler mache. 

Er und viele andere Studierende haben klare Forderungen;

"Ich glaube es wäre sicher angebracht, wenn sich Frau Franc entschuldigen würde"

Aber sie haben nicht nur Andrea Franc adressiert, sondern auch die Universität Luzern selbst. Die Leitung der Uni und deren Dozent*innen sollten sich klar zu diesem Interview äussern und sich hinter ihre Student*innen stellen. Bisher hat das nur der Seminarleiter und Professor für Philosophie, Martin Hartmann, gemacht. Ob darauf noch weiteres folgt, werden wir bestimmt noch sehen.

Wir konnten noch mehr mit Samuel Zbinden über den offenen Brief der Studierenden der Uni Luzern sprechen. Den ganzen Bericht kannst du dir hier anhören:

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