Winterolympia als Auslöser
Letzten Sonntag sind die olympischen Spiele mit der Schlusszeremonie zu Ende gegangen. Dabei erhielt auch das Curling grosse mediale Aufmerksamkeit. Das Curling Männer-Team hat sich die Bronze-Medaille geholt und das Frauen-Team sogar Silber! Die Schweiz war also erfolgreich im Curling, einer Sportart, über die du sonst nicht so viel hörst.
In der Sendung erzählt uns Patrick Hofer, Präsident vom Curling Club Luzern City mehr über das Curling und ob sie denn überhaupt einen Hype feststellen können:
Ist Curling im Trend?
In der Schweiz gibt es aktuell etwa 6000 aktive Curler*innen. Seit der Olympia in Italien scheint es als gäbe es einen Trend zum Curling. Patrick Fischer meint dazu:
"Curling hat sicher all 4 Jahre ein grosses Revival, weil es ist attraktiv zuzuschauen, während der Olympia."
Sonst bekommt Curling nicht so eine grosse mediale Präsenz. Deshalb sind gerade die olympischen Spiele eine wertvolle Plattform für ihre Sichtbarkeit.
Wie geht Curling?
Beim Curling spielen zwei Teams mit je vier Spieler*innen gegeneinander. Ihr Ziel ist es die Granitsteine über 42 Meter Eis präzise in den Zielkreis, das "House" zu schieben. Sie spielen den Stein in Bogenform. Die Laufbahn und Geschwindigkeit des Steines kann dann mit dem Wischen beeinflusst werden. Das Ziel ist es, nach mehreren Durchgängen mehr eigene Steine näher am Mittelpunkt zu haben, als die Gegner*innen.
Was reizt Patrick, der seit 30 Jahren selbst Curling macht, so an diesem Sport?
"Dass es eben eine Verbindung ist zwischen Sport und Taktik (...) Ich muss also mit meinem Kopf und meinem Körper arbeiten."
Curling ist eine Sportart ohne Körperkontakt. Es ist eine sehr intensive Teamsportart, da alle aufeinander angewiesen sind. Patrick Hofer hat selbst per Zufall zum Curling gefunden. Er schätzt das Gemeinschaftliche sehr, sowie auch folgende Besonderheit:
"Beim Curling gewinnt man immer. Der Sieger lädt den Verlierer zu einem Getränk ein, nach jedem Spiel"
Wie sich der Trend zur Wintersportart weiterentwickeln wird und ob es bald viele neue Curler*innen gibt, steht noch offen. Klar ist: Durch die Olympischen Spiele hat das Curling eine mediale Plattform erhalten, die sie sonst selten hat. Die Schweiz hat sich besonders auch mit den Schweizer Curling-Teams über dessen Erfolge gefreut.