28.04.2025
von
Ennio De Caro
Picopop ist ein echt weirdes Genre. Ende der 90er-Jahre, irgendwo in Shibuya-kei, zwischen Chiptune und Indie-Electropop, basteln japanische Künstler*innen erste Songs, die nach bunter Zuckerwatte klingen.
MANY MANY SWEETS wurde am 20. September 1999 via K.O.G.A. veröffentlicht.
1998: In Japan pionieren Sängerin Akiyo und Komponist Yuki Shimamura mit der Gründung von Macdonald Duck Eclair den Picopop. Kurz darauf stösst die ebenfalls komponierende Toyomu Futamata dazu. Da ich in den 90ern nicht in Japan unterwegs war, ist es schwer irgendwelche Infos aus der Zeit rauszukriegen. Teil des Problems ist wahrscheinlich, dass der Release nicht gross gezogen hat, denn die Band hat kaum Gigs gespielt oder Promo gemacht. Ein Jahr später verlässt Akiyo, die initiale Stimme von Macdonald Duck Eclair, die Band. Es sollte fünf Jahre dauern, bis die Band ihre Aktivität wieder ankurbelt.
Während der Hype in Japan langsam sank, wuchs rund um MySpace und File Sharing Sites eine weltweite Nischen-Fanbase heran. Heute lebt Picopop eher als Geist weiter und wer genau hinhört, wird in deren Spuren in der japanischen Popkultur bis heute spüren.
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