Pamir

Der Soundtrack für den Isolationshass

24.03.2020

Eine Woche Lockdown haben wir bereits hinter uns - eines ist klar: es nagt an unseren Nerven! Für diejenigen, bei denen sich der Hass schon zu einem schwarzen, klebrigen, schweren Klumpen im Brustbereich formierte, bietet der Pamir den perfekten Soundtrack um sich den Hass und die Frustration von der Seele zu schreien.

Das neue Album "Of Truth And Sacrifice" der deutschen Band Heaven Shall Burn eignet sich dafür ganz gut. Gehässig, wie man es von der melodic Death Metal Band kennt, kommt auch der neue Langspieler daher. Wobei Langspieler wohl untertrieben ist. Of Truth And Sacrifice ist eher ein Ultralangspieler, denn genau genommen ist es ein Doppelalbum. Satte 100 Minuten muss man sich Zeit nehmen, wenn man das Album komplett durchhören möchte.

Die zwei Platten unterscheiden sich vor allem thematisch: “Das Album ist in zwei Platten unterteilt, 'Of Truth' und 'Of Sacrifice'”, erklärt HSB-Gitarrist Maik Weichert. “Während die erste Platte Zuversicht und Kampfbereitschaft signalisiert, ist die zweite eher nachdenklich und befasst sich mit den Opfern und Kämpfen, welche man für die Wahrheit bereits auf sich genommen hat und auch künftig nicht scheuen wird.”. Doch auch musikalisch merkt man Unterschiede. Of Scrifice glänzt beispielsweise mit ausgedehnteren, atmosphärischeren Parts.

Politisch sind die Thüringer wie immer sehr explizit - sowohl textlich, als auch cineastisch: erneut gab es eine Kollaboration mit Sea Shepherd.

Ein gelungenes Album, mit dem man sich eine ganze Weile beschäftigen kann:

Ein Album, dass zwar nicht die epische Länge wie das Doppelalbum von Heaven Shall Burn hat aber mindestens genau so ausgefuchst ist, kommt von Code Orange. Die Amerikaner haben am Freitag, 13. März ihren vierten Langspieler "Underneath" veröffentlicht. Darauf zu finden: 14 Songs, die durchdacht sind bis ins letzte Detail.

Code Orange behalten ihren gewohnten Sound bei, entwickeln sich aber immer mehr zu einer Band, die genau weiss was sie macht. Durch gekonnt positionierte Silent-Parts in den Tracks wecken sie immer wieder die Aufmerksamkeit der Hörer*innen. Durch die Apokalyptischen Video-Clips zu den Songs bieten sie auch gleich noch was fürs Auge.

"Underneath" ist definitiv ein Album das man in diesem Jahr gehört haben sollte. Übrigens, die Jungs von Code Orange sind leider auch von der Coronakrise betroffen. Sie mussten Konzerte absagen, haben aber kurzerhand einen Live-Stream über Twitch gestartet, der genial durch Ausschnitte aus ihren Musikvideos ergänzt wird. Den ganzen Live-Stream kannst du dir HIER ansehen.

Hier gibts das Album zum streamen:

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