Stooszyt

Zwischen Vintage und Vision

Ein neuer Ort für Mode im Bruchquartier

Secondhand-Mode boomt. Gleichzeitig wächst bei vielen jungen Labels der Wunsch, eigene Stücke zu entwerfen und Mode neu zu denken. Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich Marco aus Luzern. Er möchte ausgewählte Vintage-Kleidung verkaufen und baut parallel seine eigene Marke Alô Alô auf. Dazu plant er im Bruchquartier einen Laden, der mehr sein soll als nur ein Shop.

Begonnen hat alles im kleinen Rahmen. Lange organisierte Marco Kleidung privat für einzelne Leute. Wer ein bestimmtes Stück suchte, das online nicht mehr verfügbar oder zu teuer war, konnte sich an ihn wenden. Über ein Netzwerk von Kontakten im In- und Ausland half er dabei, passende Teile aufzuspüren. Aus diesem eher persönlichen Sourcing wird jetzt ein grösseres Projekt.

Heute denkt Marco sein Konzept weiter. Aus dem Handel mit ausgewählten Secondhand-Stücken entwickelt sich Schritt für Schritt eine eigene Plattform für Mode, die bewusst kuratiert ist.

Bild von Instagram @aloalo_asia

Alô Alô als langfristige Vision

Parallel dazu arbeitet Marco an seiner eigenen Marke Alô Alô. Das Label ist schon länger in Planung, auch wenn es bisher öffentlich noch kaum sichtbar war. Der Aufbau einer eigenen Linie brauche Zeit, besonders in der Produktion. Für Marco ist aber klar: Alô Alô soll langfristig wachsen und künftig ein zentraler Teil seines Projekts werden.

Der Name hat dabei eine persönliche und kulturelle Bedeutung. „Alô Alô“ sagt man in Vietnam, wenn jemand das Telefon abnimmt. Für Marco passte dieser Ausdruck als Markenname sofort. Er klingt einprägsam und bringt gleichzeitig eine persönliche Verbindung mit.

Aktuell arbeitet er an seinem ersten Produkt, welches er in Asien produzieren lässt. Dabei setzt er auf direkte Kontakte zu den Menschen vor Ort. Die Umsetzung habe sich zwar etwas verzögert, doch das Projekt nehme Form an.

Ein Laden als Ort für Kleidung und Begegnung

Besonders spannend ist Marcos Plan für einen eigenen Shop im Luzerner Bruchquartier. Dort soll nicht nur Secondhand-Mode verkauft werden. Auch neue Ware und Produkte von Alô Alô sollen Platz finden. Entstehen soll ein gemischtes Konzept, das verschiedene Zugänge zu Mode verbindet.

Gleichzeitig verfolgt Marco mit dem Laden einen grösseren Anspruch. Der Ort soll nicht nur zum Einkaufen dienen, sondern Menschen zusammenbringen. Er stellt sich einen Raum vor, in dem man nicht einfach Kleider kauft, sondern auch auf Ideen, Stile und andere Menschen trifft.

Bild von Instagram @aloalo_asia

Auch beim Sortiment will sich Marco klar abheben. Ihm geht es nicht um beliebige Ware, sondern um ausgewählte Stücke mit Charakter. Darunter können auch Kleidungsstücke sein, die nischiger sind oder direkt aus Asien kommen und weder in Luzern noch online leicht zu finden sind. Gerade diese Auswahl ist Teil seiner Handschrift. Marco will Mode anbieten, die überrascht und nicht überall erhältlich ist. Damit setzt er auf Individualität statt Masse.

Noch ist beim Shop nicht alles definitiv. Die Eröffnung ist auf Ende April oder Anfang Mai geplant. Klar ist aber schon jetzt: Marco entwickelt seine Idee konsequent weiter, vom privaten Secondhand-Sourcing hin zu einem eigenen Laden und einer Marke, die in Luzern einen ganz eigenen Akzent setzen will.

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