Modertion & Redaktion: Manuel Thüring
Moderation: Maurício Martins Rodriguez
Heutzutage sind es nicht mehr nur die Hände eines Chirurgen, sondern auch Arme eines Roboters, die bei einer Operation arbeiten. Einer der bekanntesten Operationsroboter trägt den Namen Da-Vinci und steht auch in der Schweiz im Einsatz. Doch keine Angst. Es ist nicht der Roboter, der die Entscheidungen trifft. Hinter jeder Bewegung steht immer noch ein Chirurg am Steuer. Der genaue Ablauf wird dir in dieser Folge erklärt.
Der Roboter assistiert: Wenn Maschinen operieren
Der Chirurg sitzt an einer Konsole mit einem hochauflösenden Bildschirm. Auf diesem sieht er ein 3D-Bild des Körperinneren. Der Roboter selbst steuert er mit den Händen und Füssen. Besonders spannend dabei ist, dass während der Chirurg eine Bewegung von 5 cm durchführt, macht der Roboter selbst nur eine Bewegung von einem Millimeter. Die ganze Bewegung ist nicht nur ultrapräzise, sondern auch zitterfrei. Somit können Eingriffe durchgeführt werden, die manuell kaum möglich sind.
Für Patientinnen und Patienten entsteht dadurch eine schmerzärmere Operation mit einem kürzeren Spitalaufenthalt.
Nicht nur in Kalifornien werden solche Operationsroboter entwickelt. Auch in der Schweiz gibt es solche Unternehmen. Eines davon trägt den Namen Cascination. Dieses hat den Roboter HEARO entwickelt, der bei der Implantation eines Cochlea-Implantates eingesetzt wird. Bei einem solchen Eingriff muss eine Bohrung von nur 1,8 Millimetern durch den Schädelknochen durchgeführt werden. Die Bohrung wird nur 0,4 Millimeter neben dem Gesichtsnerv durchgeführt. Dies verlangt eine extreme Präzision. Von Hand werden solche Operationen nur von sehr erfahrenen Spezialisten gemacht.
Auch für die Zukunft hält die Medizin weitere spannende Roboter bereit. So forscht die ETH an einem Roboter, der Medikamente an die gewünschte Einsatzstelle bringen kann. Dadurch wird eine Behandlung präziser und schneller.