Stooszyt

Generation kinderlos?

Die Geburtenrate ist auf einem Tiefpunkt. 

Weltweit werden pro Frau gerade mal noch halb so viele Kinder geboren wie im Jahr 1950. Eine Studie von Swisslife zeigt, dass es in der Schweiz nicht anders ist.

Wieso ist das so? Ist es nicht evolutionär so vorgesehen, dass man die eigene Spezies erhalten möchte und Kinder erzeugen will?

In den Gassen von Luzern haben wir uns auf die Suche nach einer Antwort gemacht. Mehrere Leute haben gesagt, dass Sie sehr gerne Kinder haben würden. Etwa gleich viele haben gesagt, sie hätten lieber Keine. Die Studie von Swisslife zeigt, es wünschen sich fast die Hälfte der kinderlosen 18- bis 45-Jährigen ein Kind. Doch die Geburtenrate sinkt trotzdem. 

Finanzen, Kriege, Zukunftsangst

Die finanzielle Situation wurde oft als Grund angegeben. Sowie in unserer Strassenumfrage, als auch in der Studie. Das sei aber nicht der Hauptgrund. In der Studie hat rund die Hälfte der Teilnehmenden einfach einen "fehlenden Kinderwunsch" angegeben. 

In unserer Umfrage kam auch die Karriere öfters zu sprache. Die Frau ist emanzipierter und kann heutzutage auch Karriere machen, darum hat sie weniger Kinder - oder erst später. Karriere und Kinder zu vereinen, das sei schwierig. Denn Kinderbetreuung ist aufwendig und teuer. 

Auch die Weltlage wurde erwähnt. Verschiedenste Kriege, eine unstabile Zukunft und eine allgemeine Beunruhigung - das alles hat vermutlich dazu beigetragen, dass viele Menschen erstmal kinderlos bleiben möchten. 

Der Platz im Land stand in letzter Zeit viel zur Diskussion, Überbevölkerung, Verdichtung und Menschenmassen. In unserer Umfrage wurde das auch aufgegriffen. Wenn weniger Kinder geboren werden, dann würde das, das Problem der Überbevölkerung wenigstens nicht verschlimmern. 

Es gibt auf jeden Fall verschiedenste Gründe, wieso jemand Kinder haben möchte, oder eben nicht. Die tiefen Geburtenraten sind schlussendlich mehr als eine Statistik, sie zeigen, wie sich die Lebensumstände und die Lebensplanung von jungen Leuten verändert und vor welchen Herausforderungen sie stehen. Das Thema wird uns auf jeden Fall in der Zukunft weiterhin beschäftigen.

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