Modertion & Redaktion: Maurício Martins Rodriguez
Moderation: Manuel Thüring
Drohnen werden im Militär schon seit Jahren verwendet. Nun hat China einen technologischen Durchbruch erzielt. Die Nationale Universität für Verteidigungstechnologie (NUDT) präsentierte im staatlichen Fernsehen (CCTV 7) ein Prototyp, der die Mikrobotik neu definiert: eine Drohne in der Grösse einer Mücke.
Die mückenähnliche Drohne verfügt über zwei leichte Flügel und drei haarfeine Beine. Laut dem Forscher Liang Hexiang ist dieses bionische Design speziell für die Informationsbeschaffung und Militäreinsätze in unwegsamen Geländen konzipiert. Ziel ist es, ein Flugobjekt zu erzeugen, welches für das menschliche Auge und herkömmliche Radarsysteme unsichtbar bleibt.
Die Herausforderung ist die Miniaturisierung der Komponente. Komponente wie: Akku, Sensoren, Kamera, Mikrofon, Steuerung und Funkübertragung müssen auf engstem Raum verbaut werden. Das bekannte norwegische Modell "Black Hornet" wird bereits weltweit von Armeen eingesetzt. Die chinesische Insektendrohne soll eine noch extremere Form der Miniaturisierung darstellen. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Robustheit bei Wind sowie die Akkulaufzeit und begrenzte Funkreichweite derzeit noch grosse Herausforderungen sind.
Nicht nur China forscht in diesem Bereich. Das "RoboBee" Projekt der Harvard University zeigt bereits seit Jahren ähnliche Ansätze, deren Nutzen liegt jedoch bei der Bestäubung von Pflanzen oder der Umweltüberwachung. Das US-Militär forscht auch an Mikro-Drohnen, hält sich aber mit Details natürlich bedeckt.
Die Insektendrohnen die China erforscht sind sehr beeindruckend und können für etwas Unruhe sorgen. Jedoch besteht für uns Privatanwender keine Gefahr, da die technologischen Einschränkungen und die hohen Kosten einen Einsatz ausserhalb des Militärs unwahrscheinlich machen.