Migros bricht die Zusammenarbeit mit Influencer "Gusti" ab
Der Influencer Joung Gustav äusserte sich auf seinem zweiten TikTok Account "gustavredet" konservativ über die Asylpolitik der Schweiz. Daraufhin kündigten Coop und Migros in einer Medienmitteilung an, dass "Vyte" aus dem Sortiment ausgeschlossen werde. Aber was für eine Rolle spielen Unternehmen wie Migros bei solchen Skandalen? Christian Omlin, vom Institut für Marketing und Kommunikation der Hochschule Luzern, ordnet den Fall ein.
Vyte ist die Getränkemarke des Influencers Gusti. Schon seit der Lancierung war seine Firma aufgrund gewagten Marketingstunts in den Medien. Erst als der Aufruhr gross war, äusserte sich Gusti dazu und klärte auf. Beide Lebensmittelhändler, Coop und Migros, hatten die Getränke angeboten.
Nachdem das Video auf Gegenwind stiess, veröffentlichten Coop und Migros Medienmitteilungen. Migros erwähnte explizit, dass die Zusammenarbeit aufgrund nicht mehr übereinstimmenden Werten beendet wurde.
Laut Christian Omlin war die Reaktion der Migros ein klassischer Fall des Reputationsmanagement. Migros möchte die Aspekte minimieren, welche sich negativ auf den Unternehmensruf auswirken.
Durch die Geschichte von Migros steht sie besonders in der Öffentlichkeit. Als Genossenschaft hat die Migros das Verständnis, dass sie für die Gesellschaft und Inklusion einstehen. Gustis Video steht hierzu im Kontrast.
Nach Christian Omlin hatte Gusti nach der Veröffentlichung zwei Optionen. Wenn dich diese Interessieren, dann hör gern rein!