Stooszyt

Ein seltenes Handwerk

Immer mehr Luzerner Schuhmachereien müssen schliessen. 

Salvatore Vitaliano erzählt, dass das Geschäft eigentlich sehr gut läuft. Das Problem sind nicht die Kunden - sondern der Nachwuchs. Die meisten Schuhmachereien schliessen, weil die Leitung keine Nachfolger findet. 

Wenn man die Zürichstrasse entlang fährt sieht man ein kleines Schuhmachergeschäft - ein seltener Anblick in Luzern. Der kleine Laden gehört Salvatore Vitaliano, ein Schuhmacher der seit langem in diesem Handwerk tätig ist. Wenn man den Laden betritt, sieht man überall Lederstiefel, Taschen und sogar Wanderschuhe. Die kleine Schuhmacherei scheint viele Aufträge zu haben - das bestätigt uns Salvatore Vitaliano später auch im Interview. 

Die Geschäfte laufen gut, unter anderem auch weil eine andere Schuhmacherei vor Kurzem schliessen musste. Salvatore erzählt uns, dass er den Besitzer kannte und dieser den Laden zumachen musste, weil er in den Ruhestand ging und keinen Nachfolger finden konnte. 

Solche Fälle häufen sich, laut Salvatore hat die heutige Jugend wenig Interesse an diesem Handwerk. Er erzählt uns auch, dass es sehr wenige Orte gibt, bei denen man eine Lehre als Schuhmacher machen könnte. Auf Berufsberatung.ch sind vereinzelte Schnupperstellen ausgeschrieben, doch keine einzige Lehrstelle. 

In vielen handwerklichen Berufen existiert seit mehreren Jahren einen Fachkräftemangel, wie die Luzerner Zeitung berichtet. Die Berufe hätten an gesellschaftlichem Ansehen verloren und wären allgemein weniger attraktiv für die Jugend. 

Salvatore Vitaliano meint, dass es in 10 Jahren keine Schuhmacher mehr geben wird. Um einen Nachfolger für seine Schuhmacherei macht er sich auch schon Sorgen. Vergebens versucht er, seinen Sohn dazu zu überzeugen. Dieser will aber laut Salvatore, lieber etwas mit Computern machen. 

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