In Luzern soll am 09. Mai 2026 eine Demonstration der Bewegung "Mass-Voll" stattfnden. Die Bewegung ist in der Vergangeheit öfters mit ihrem engen Kontakt zu rechtsextremen Einzelpersonen und Gruppierungen aufgefallen. Bei vergangen Demos kam es auch zu Gewaltausschreitungen. Die Stadt hat das Vorhaben von "Mass-Voll" bewilligt. Viele sehen diesen Entscheid kritisch.
Die Demo-Bewilligung erntet Kritik
Die Bewegung Mass-Voll gibt es seit fünf Jahren. Genauer gesagt wurde sie am 20. Februar 2021 gegründet, vom Luzerner Nicolas Rimoldi.
Rimoldi engagierte sich bereits im Jahr 2013 politisch und war eine Zeit lang Vizepräsident der Jungfreisinnigen Kanton Luzern.
Mass-Voll gründete er in einem Versuch gegen die Ausweitung des Covid-Zertifikats vorzugehen. Mittlerweile geht das Engagement der Bewegung aber über Themen der Corona-Pandemie heraus. So auch in ihrer aktuellen Kampagne, in der sie verhindern wollen, dass die Schweiz mit der EU zusammenspannt. Unter diesem Motto soll die Demo vom 09. Mai stattfinden.
Die Grünen Stadt Luzern finden es wichtig, dass jeder Mensch in der Schweiz die eigene Meinung vertreten kann. Allerdings stellen sie sich gegen den Entscheid der Stadt Luzern die Demo zu bewilligen.
Das vor allem weil die rechtsextreme Gruppe "Junge Tat" und Aktivist:innen aus dem Ausland, die rechtsextremen Parteien angehören, eingeladen wurden. Die Gewaltbereitschaft der Demonstrierenden sei gross und dem Rechtsextremismus dürfe in der Stadt Luzern keinen Platz gemacht werden.
"Rechtsextremismus ist keine Meinung"
Um dem Entscheid der Stadt gegenzuwirken, starteten die Grünen Stadt Luzern eine Petition. Diese forderte, dass der Mass-Voll-Demo die Bewilligung entzogen wird. Rechtsextremismus sei keine Meinung, sondern ein Ausdruck von Rassismus, Hass und Diskriminierung. Und diesem Ausdruck solle kein Platz gemacht werden.
Die Petition wurde am 05. Mai mit 2`503 Unterschriften beim Stadtrat eingereicht.
Luzern solle divers und inklusiv bleiben. Gerade für Menschen mit Fluchterfahrung und queer Menschen, zeichne eine solche Demo ein schlimmes Bild. Die Grünen Stadt Luzern erklären auf Anfrage, dass jetzt Solidarität untereinander gefragt sei.
Wenn Rechtsextremen Platz gemacht werde, dann müsse man sich den eben wieder nehmen.