Das Hexendenkmal
Maria Greco, die Baarer Geschichtenerzählerin, setzt sich schon länger für ein Denkmal in Zug ein. Das soll an die Personen erinnern, die im Rahmen der Hexenverfolgung leiden mussten. Sie beschäftigte sich stark mit der Hexenverfolgung im Kanton Zug und leitet seit 4 Jahren die Theaterführung "Unschuldig schuldig", wo sie das Thema wieder stärker in die Zuger Bevölkerung bringt. Maria Greco hat für ihr Schaffen dieses Jahr den Zuger Anerkennungspreis vom Regierungsrat verliehen bekommen. Im Rahmen dieser Feierlichkeit, erfolgte eine Überraschung durch Severin Hofer, Kulturkomplize von Maria Greco, der die Laudatio hält und dabei ein Geschenk an den Regierungsrat macht.
Severin Hofer erzählt, was er mit seinem Geschenk bewirken will und weshalb er das Anliegen von Maria Greco, nach einem Hexendenkmal stärkt:
Holzkunstwerk mit geknotetem Taschentuch
Severin Hofer hat an den Feierlichkeiten von Maria Greco die Laudatio gehalten. Da er wusste, dass das Denkmal an die verstorbenen Hexen in Zug ein grosses Anliegen von Maria ist, wollte er darauf aufmerksam machen. Dann hatte er die Idee nach einer Erinnerungsstütze an das Denkmal. Das tat er in Form von einem Holzkunstwerk mit einem geknoteten Taschentuch darauf (siehe Bild). Das nimmt Bezüg auf die Praktik, wo man früher manchmal einen Knoten in sein Taschentuch gemacht hat, damit man etwas nicht nicht vergisst. Das Kunstwerk mit dem Titel "Denk mal an das Denkmal" wurde dem Zuger Regierungsrat gewidmet, der für ein öffentliches Hexendenkmal zuständig ist. Das Holzkunstwerk, von Daniel Züsli soll dem Rat als Erinnerungshilfe dienen. Die Verbindung mit den Knoten im Taschentuch, hat auch einen Bezug zu Maria:
"Sie schafft ja Erinnerungskultur, indem sie Führungen und Theatertouren macht, indem dass sie recherchiert und auch manchmal den Finger auf gewisse Themen hält, die unangenehm sind."
Severin Hofer, Zuger Kulturschaffender hat die Forderung nach einem Denkmal für die getöteten Hexen in Zug wieder ins Bewusstsein gebracht. Er hebt hervor, dass ein Denkmal besonders die Diskussion fördern soll und es auch immer wieder bespielt werden muss.
Severin Hofer hat in einem Instagram-Beitrag die Aktion thematisiert. Über die Hintergründe des Holzkunstwerks spricht er dort aber bewusst nicht, denn das Thema "gehört nicht zwischen Katzenvideos und Waschmaschinenwerbung". Mehr über das hölzerne Geschenk kannst du per Post erfahren. Dabei versendet Severin auf Nachfrage eine Postkarten-Trilogie, wo er seine Beweggründe und der Hintergrund der Aktion erklärt.