Roman Willi macht Wildtierfotografie und Dokumentarfilme. 2025 hat er zusammen mit Jonas Steiner und Thomas Klaper einen Kurzfilm mit dem Titel "Risky Routes" veröffentlicht. Für den Film haben sie Amphibien bei ihrer Alljährlichen Wanderung in ihr Heimatgewässer begleitet. Der Titel "Risky Routes" ist passend, weil diese Wanderung nicht ganz ungefährlich ist.
Eine Wanderung mit Risiken
Jedes Jahr im Frühling machen sich heimische Amphibien auf den Weg in jenes Gewässer, in dem sie geboren sind. Auf diesem Weg sind sie oft Verkehr und anderen Gefahren ausgesetzt. Genau das hat Roman Willi mit seinem Kurzfilm "Risky Routes" aufgezeigt.
Im Film begleitet er die Tiere, wie sie mit vereinten Kräften eine schwere Reise auf sich nehmen. Roman Willi ist es wichtig, dass auch über Tiere gesprochen wird, die vielleicht erst etwas unscheinbar wirken. Er selber sei schon immer von ihnen fasziniert gewesen.
"Manchmal war gar nichts los"
Doch einen solchen Film zu drehen sei nicht einfach gewesen, versichert uns Roman Willi. Die Bedingungen müssen stimmen, damit die Frösche sich auf Wanderung begeben. Es muss genug Feuchtigkeit haben und die Temperaturen müssen ideal sein. Ab und zu sei es vorgekommen, dass die Filmemacher nicht fündig wurden.
Ausserdem wurde alles bei Nacht gefilmt, was zusätzlich anspruchsvoll sei.
Unterhaltung und Bildung zugleich
Der Film ist aber nicht nur schön anzusehen. Besonders wichtig ist auch der Bildungsauftrag, der "Risky Route" hat. Roman Willi weist uns darauf hin, dass viele Amphibienarten in der Schweiz gefährdet sind. Über Löwen gäbe es schon genug Dokumentarfilme, doch bei den heimischen Tieren haben wir noch einiges zu lernen. Aus diesem Grund hat Thomas Klaper auch noch passende Unterrichtsmaterialien erstellt:
https://www.jonas-steiner.com/riskyroutes
Ein einmaliger Zugang
In "Risky Routes" wurde bewusst auf eine:n Sprecher:in verzichtet. Der Film lebe vom Storytelling, dem Sounddesign und der Musik. Beim Schauen kann man so besser in die Welt der Amphibien abtauchen. Man fühlt sich, als würde man ihnen nicht nur zuschauen, sondern fast schon beiwohnen. Der Film gewährt einen Einblick, als wäre man selbst auf der Wanderung dabei.