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Herbst im Kopf, Hoffnung im Herzen

Wo Melancholie, Hügel und Herbsthimmel zusammenkommen

Singer-Songwriter Benjamin Amaru macht Musik für jene Momente, in denen man am liebsten auf dem Sofa versinkt, in der Küche steht oder einfach nur in den Abendhimmel schaut. Der in der Ostschweiz aufgewachsene Musiker lebt heute in Zürich, tourt durch Europa und schreibt Songs, die zwischen Herzschmerz, Nostalgie und leiser Hoffnung schimmern.

Seine ersten Auftritte hatte Benjamin als Kind an kleinen Klavierkonzerten in St. Gallen. Noten lesen konnte er kaum, vieles war improvisiert, aber es kam trotzdem gut an. Erst später wurde aus der Liebe zur Musik ein Beruf. Nach der Matura zog er nach Zürich, jobbte zwei, drei Jahre, probierte viel aus und machte vor allem eines: Musik. In dieser Zeit lernte er Produzenten und andere Musiker kennen, schrieb, komponierte und nahm Songs auf. Spätestens im zweiten Zwischenjahr wurde ihm klar, dass Musik tatsächlich ein Beruf sein kann, auch wenn ihn der vergleichsweise kleine Schweizer Markt zunächst zögern liess. Parallel zur Hotelfachschule baute er seine musikalische Laufbahn Schritt für Schritt auf.

Die Bedeutung von der EP Nostalgia 9052

Im Dezember veröffentlichte Benjamin Amaru seine EP „Nostalgia 9052". Die sechs Songs der EP erzählen eine kleine, in sich geschlossene Geschichte rund um Nostalgie, ein Projekt, an dem er rund ein halbes Jahr gearbeitet hat. Dieses Projekt präsentiert er nun auf seiner Europa-Tour. Für die aktuelle Tour hat er neues Merch gestaltet: Vinyl, T-Shirts im EP-Design, einen grossen Tote Bag und Poster. Ein Teil davon wird nach der Tour auch online erhältlich sein, insbesondere für Fans in der Schweiz.

Bild von Instagram: @benji.amaru

Songwriting ohne Routine

Einen «typischen» Songwriting-Tag gibt es bei Benjamin nicht. Manchmal schreibt er in ein Notizbuch, manchmal direkt ins Handy oder am Computer, manchmal beginnt er mit einer Sprachmemo. Mal steht die Musik zuerst, mal der Text. Wichtig ist ihm, offen zu bleiben und nicht in Routinen zu erstarren. Einige Songs entstehen in einem einzigen Take, innerhalb von etwa 30 Minuten, nachdem die Idee oft schon Tage oder Wochen in ihm gereift ist.

Inspiration aus Alltag, Herzschmerz und Beziehungen

Früher war Herzschmerz seine grösste Inspirationsquelle, oft unerwiderte Liebe, dramatisch verpackt in Songs eines 16- oder 17-Jährigen. Heute schöpft er aus vielen kleinen Geschichten: Freundschaften, Liebe, Alltag, «Daily Struggles». Er möchte Hoffnung schenken, findet aber, dass ein bisschen Melancholie und Nostalgie manchmal guttun. Oft verarbeitet er auch Geschichten anderer Menschen, verpackt sie aber so, dass selbst die Betroffenen nicht unbedingt merken, dass ein Song von ihnen handelt.

Bild von Instagram: @benji.amaru

Wenn seine Musik ein Ort wäre, dann für ihn ganz klar: die Hügellandschaften im Appenzell Ausserrhoden. Kleine Häuser auf weiten Hügeln, wechselnde Farben in allen Jahreszeiten, ruhige Sonnenuntergänge, eine romantische, ehrliche Stimmung fernab der Hektik der Stadt. Genau dieses Gefühl versucht Benjamin Amaru in seinen Songs einzufangen: einen Raum, in dem Menschen ihre eigenen Emotionen wiederfinden und vielleicht für einen Moment ganz bei sich selbst sind.

Benjamin’s Playlist:

Für seine 3FACH-Playlist musste Benjamin nicht lange überlegen: In wenigen Minuten stand sie. Er beschreibt sich als Gewohnheitsmensch, denn seit 10 bis 15 Jahren hört er viele der gleichen Songs. Genau diese Stücke, die ihn schon so lange begleiten, hat er nun in die Playlist gepackt. Klanglich bewegt sich das Ganze zwischen melancholisch und nostalgisch: Musik für Sonntagabende in der Küche, zum chillen auf dem Sofa, zum Reflektieren oder um einfach die Augen zu schliessen und den Kopf auszuschalten.

Patrick Watson - Know That You Know

Thom Yorke - Suspirium

Leif Vollebekk - Hot Tears

Friendly Fires - Kiss Of Life

Bloc Party - This Modern Love

Flyte, The Staves - White Roses

Bad Sounds - Enough

The National - Light Years

Kings of Leon - Comeback Story

Peter Cat Recording Co. - I'm This

New Radicals - You Get What You Give

Bon Iver - Wash.

Hanreti  - Shine On

Luca Frith - Wings

Appleby - Half Life

Lykke Li - Possibility

Coldplay - Lovers in Japan

River Whyless - Motel 6

Flyte - Emily and Me

Gregory Alan Isakov - Amsterdam

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