Ein Gesicht, das kaum aus dem Luzerner Kulturkuchen wegzudenken ist. Zusammen mit Freund*innen gründet Jan 2017 das Kulturmagazin Frachtwerk, schreibt zwischenzeitlich für weitere Publikationen wie das 041 oder Zentralplus. Heute ist Jan abends nicht allzu selten im Südpol anzutreffen, wo er in der Produktionsleitung Musik für einen reibungslosen Ablauf der zahlreichen Konzert- und Clubveranstaltungen sorgt. Mehr zu Jans Schaffen als Journalist und Veranstalter erfährst du in der vollen Sendung:
Zwischen Schreibtisch und Bühne
Es ist nicht einfach gewesen, einen Grossteil seines Engagements bei Frachtwerk abzugeben, doch es ist wichtig, loslassen zu können – auch von Sachen, die einem wichtig sind. Der Verein Frachtwerk entstand recht spontan aus einem kulturinteressierten Freundeskreis. Ein Kulturmagazin mit sehr viel Platz fürs Ausprobieren und einer Liebe zum DIY-Spirit. Die Texte müssen nicht glänzen, ein Korrektorat gibt es keines, und bis vor Kurzem war auch die Website das Resultat jugendlicher Selbstverwirklichung. Neben zahlreichen Interviews mit Musiker*innen, Künstler*innen und weiteren Kulturschaffenden veröffentlicht Frachtwerk Thinkpieces und Reportagen. Dazu produziert der Verein Social-Media-Inhalte und veranstaltet regelmässig kulturelle Events wie Lesungen oder Konzerte. Besonders in Erinnerung geblieben: eine Ausgabe der Konzertreihe frachtwerk voyage im Südpol mit den beiden Lausanner Bands Chaufau und Fomies.
Zusammen mit Raphael Spiess (aka Kackmusikk) ist Jan in der Musiksparte des Kulturhauses Südpol tätig. Nachdem der Konzertbetrieb nach Corona noch etwas bescheiden ausfiel, wollen die beiden nun wieder mehr Gigs veranstalten, auch in der grossen Halle. Mit bereits etablierten Künstler*innen wie zum Beispiel Stereo Luchs liessen sich gut ausverkaufte Veranstaltungen gestalten. Schwieriger sind die kleineren Shows im Südpol Club mit Newcomer- und Underground-Artists. Konzerte zu schauen sei immer mehr zur Sensation geworden, man geht seltener und vor allem gezielter an Konzerte als früher.
Jan Rucki | Bild: Gabriel Christen, 3FACH
Für weitere spannende musikalische Erlebnisse sorgt Jan auch als Teil des Teams rund um die Endnutzung im Chrüterhüsli. Eingequetscht zwischen zwei grossen Wohnhäusern an der Obergrundstrasse ist das zweistöckige Vorstadthäuschen Schauplatz einer florierenden Alternativkultur. Hier veranstaltet ein junges Team Events wie queere Kinoabende oder eben Konzerte. Das Ganze sei aber nur auf Zeit, sagt Jan: Irgendwann fällt das Haus eh zusammen, und wir versuchen, kurz davor herauszugehen.
Playlist
The Black Wizards - Kaleidoscope eyes
CHAUFAU - Parmizian
SLIFT - Dark Was Space, Cold Were the Stars
We Hate You Please Die - Can't Wait to Be Fine
Die Spitz - Throw Yourself to the Sword
SUCK - Gimme Gabba Gabba
CIEL - Fine Everything
julie - flutter
Wet Leg - pillow talk
Crows - Bored
Drug Church - Plucked
High Vis - Choose to Lose
ENDON - Nerve Rain
Bertrand Belin - Watt
Judeline - zarcillos de plata
Prewn - System
deleterolf - Used To Be
Visions In Clouds - Another Way of Love
Die Nerven - ICH STERBE JEDEN TAG IN DEUTSCHLAND
Jamira Estrada - Droplet