Wie gestalten wir die Probleme der Zukunft?
Die Ausstellung "Again for Tomorrow" besteht aus den Werke der Lernenden der Fachklasse Grafik Luzern. Im Hans Erni Museum kann man die Arbeiten betrachten, die sich mit den grossen Themen der Gegenwart beschäftigen; Naturschutz, Klimawandel und die Energieversorgung.
Im Interview mit einem der Lernenden, Pascal Bässler und seinem Lehrer und Projektleiter Rafael Koch, erfahren wir mehr. Die ausgestellten Arbeiten sind zwischen 2019 und 2025 entstanden. Grundlage bildeten wissenschaftliche Fakten und Prognosen von Forschenden. Die jungen Gestalterinnen und Gestalter übersetzen komplizierte Sachverhalte in Bilder, die verständlich sind und zum Nachdenken einladen. Kuratiert wird die Ausstellung von Rafael Koch und Heinz Stahlhut, Leiter des Hans Erni Museums.
Pascal Bässler erzählt uns, wie der Arbeitsprozess genau abläuft. Die komplexen Fakten und trockenen Zahlen werden in verständliche Grafiken verwandelt. Die Plakate sollen zum genaueren Hinschauen einladen und die Betrachtenden über die Klimakrise informieren. Denn Information könne auch Spass machen, meint Pascal Bässler.
Hans Erni x "Again for Tomorrow"
Der Leiter des Hans Erni Museums, Heinz Stahlhut erklärt uns, wie die Ausstellung mit bestehenden Werken von Hans Erni kombiniert wurde. Hans Erni hat sich mit seinen Werken schon 1980 für die Natur und Menschenrechte eingesetzt. Seine dramatischen und sehr bildhaften Kunstwerke stehen im Kontrast zu den Grafiken - doch beide behandeln die gleiche Thematik.
Probleme sind spannend für Grafiker*innen
Auf die Frage, ob sie optimistisch in die Zukunft blicken, antworten Pascal Bässler und Rafael Koch mit "neugierig." Doch als Grafiker, seien Probleme interessant, man könne sie kommunizieren und thematisieren. Es sei auch eine Chance den Lernenden eine Plattform zu bieten, sodass sie ihre Zukunft selber gestalten können. Man sei nicht positiv gestimmt, doch gleichzeitig läge es an uns dafür einzustehen.
Die Ausstellung "Again for Tomorrow" ist noch bis am 4. Oktober im Hans Erni Museum im Verkehrshaus zu sehen.