"Weibliche Sexualität durfte nie scheinen"
Das sagt Naira Ramos, der eine Teil des Duos, welches nächstes Wochenende mit ihrer Performance Premiere feiern. Im Rahmen der Tankstelle Bühne präsentieren Laura Jana Luterbach und Naira Ramos ihr Stück "What is the opposite of penetration?".
Als eine von drei Performances gehen sie zu zweit auf die Suche nach etwas anderem als Penetration, nach einem Gegenstück, nach Circlusion. Wer die zwei sind, wie sie zu sich und zum Wort Circlusion fanden, hörst du im Interview:
Dildomaschinen werden zu Violinen
Sie sehen ihr Stück als ein charmantes, pointiertes Erlebnis. Mit Witz und Humor gehen sie der Frage nach, wo im Alltag überall Penetration geschieht und was alles als Circlusion gelten könnte.
Dabei bleiben sie oft im kleinen persönlichen Rahmen, schlagen aber den Bogen definitiv auf grosse feministische Anliegen und sprechen ganz klar patriarchale Strukturen an.
"Sprache war schon immer Macht"
-Laura Jana Luterbach
Deshalb finden es die zwei Luzerner Künstlerinnen wichtig, dem Wort Circlusion eine Bühne zu geben und es in die Welt zu setzen. Synonyme seien umhüllen, umschlingen, umarmen, empfangen. Wer etwas nicht benennen kann, kann es auch nicht sichtbar machen, so Ramos.
Laut den zwei Künstlerinnen geht es darum, weibliche Lust, weibliche Sexualität an die Oberfläche zu holen. Das Stück dreht sich aber nicht entlang der Geschlechterlinie. Den beiden geht es darum, zu entdecken, dass egal welches Geschlecht man hat: Alle können aktiv oder passiv sein, alle können penetrieren, alle können circludieren.
Im Stück erwarten einen Musicalsequenzen, abstruse Szenen, die auf aktuelle Weltgeschehen anlehnen, Märchengeschichte und viel Energie.
Für mehr Informationen, gehe hier auf die Webseite vom Südpol