Am 8. September kam Ulli Lust, eine österreichische Comiczeichnerin in die Schweiz. Sie hielt eine Lesung in der Stadtbibliothek Luzern zu ihrem zweiten Buch der Reihe «Die Frau als Mensch». Ein Comic Sachbuch, welche die menschliche Frühgeschichte aus der Sicht der Frau erzählt. Ich durfte bei der Lesung dabei sein und mit verschiedenen Personen sprechen. Zum einen Besucher*innen und aber auch mit der neuen Leiterin des lit.z, Literaturhaus Zentralschweiz, Manuela Waeber. Hör rein:
Ulli Lust ist eine österreichische Comiczeichnerin und hat letztes Jahr das erste Buch der Reihe «Die Frau als Mensch» veröffentlicht. Mit dem Buch «die Frau als Mensch, am Anfang der Geschichte» hat sie den deutschen Sachbuchpreis gewonnen. Ihr Ziel ist es in dieser Reihe die menschliche Frühgeschichte aus der weiblichen Perspektive zu erzählen. Die Geschichte wird mit mehreren Zeitsträngen erzählt und verschiedenen kleinen Storys. Die Autorin kommt auch selbst als Figur in dem Buch vor.
Zwischen zwei Vorlesungen wurde auch über den Inhalt des Buches gesprochen. Denn in dem Comic ist viel Geschichte. Die Autorin hat mit vielen verschiedenen Quellen und Wissenschaftler*innen gearbeitet. Bei dem Gespräch wurde schnell klar, dass es sehr viele grosse Themen sind, welche nur kurz erwähnt werden. Auch während ihrer Arbeit am Buch wurden neue Erkenntnisse bekannt, welche dazu führten, dass sie die Geschichte abändern musste. Trotz den vielen Quellen sind viele Dinge nicht klar, wie es zu diesen Zeiten war. Als Beispiel nennt die Autorin die Kleidung. Man weiss das sie aus Fellen Kleidung gemacht haben doch wie genau diese ausgesehen hat ist nicht klar. Da musste die Autorin sich inspirieren lassen.
Ein umstrittenes Thema?
Anschliessend zur Lesung gab es viele Diskussionen. Die einen Diskutierten über die Glaubhaftigkeit des Buches, wenn nicht alles auf Wissenschaft beruhen kann, andere hingegen über die Vorgehensweise ein Sachbuch und ein Comic zu vermischen. Ein anderes Thema war, das die Autorin ein Grundgedanke hatte, mit dem sie die Bücher gestartet hat: die Rolle der Frau musste grösser sein als sie heute erzählt wird. Somit ist die Frage, ob diese die Recherche beeinflusst.
Neben den vielen Gesprächen durfte ich auch mit der neuen Leitung des lit.z, Manuela, sprechen. Sie findet es ein sehr interessantes Buch und auch wichtig das solche Bücher geschrieben werden, um eine menschliche Geschichte zu erzählen. Sie findet es auch wichtig diese Geschichte für die Frauen und Mädchen zu erzählen.