Stooszyt

15 Jahre zweikommasieben: Ein Blick zurück mit Mitbegründer Remo Bitzi

Es braucht eine Zeit, bis mensch merkt, dass das keine Zigarettenschachtel ist, die mensch in der Hand hält, sondern die einundreissigste Ausgabe des Musikmagazins zweikommasieben. In einer Zeit, in der Printmedien immer mehr unter Druck geraten, wuchs das vor 15 Jahren in Luzern gegründete Magazin zu einer Auflage von über 1000 Exemplaren pro Ausgabe. Was hinter diesem Erfolg steckt, erzählt uns Remo Bitzi, Mitbegründer und Managing Editor vom zweikommasieben. 

2,7 Tausendstelsekunden, so lange braucht es, bis ein Geräusch vom Gehirn wahrgenommen wird. Von den ersten Ausgaben, gedruckt und von Hand gebunden im Südpol, hat das zweikommasieben über die letzten Jahre zahlreiche, wenn auch feine Äste in die unterschiedlichsten Regionen geschlagen. Seit der neunten Ausgabe erscheint das Magazin – getreu seiner internationalen Ausstrahlung – in englischer Sprache. Pro Ausgabe sind etwas unter einem Dutzend Texte zu lesen. Von Essays über zeitgenössische Musikströmungen über Interviews mit bahnbrechenden Künstlerinnen wie Aya oder Oneohtrix Point Never. Trotzdem vermutet Remo, dass wohl gut die Hälfte der Leserinnen das Magazin aus einem völlig anderen Grund kaufen. Das zweikommasieben erscheint stets in einem völlig neuen Gewand. So können Ausgaben des Magazins gestaltet sein wie ein langer Chatverlauf oder eben wie eine Zigarettenschachtel. Schliesslich sei Schweizer Graphic Design ein beliebtes Exportgut, so Remo Bitzi. Während das Team rund um das Magazin zur Anfangszeit noch regelmässig, Konzerte und andere kulturelle Events organisierte, ist in den Veranstaltungskalender vom nullkommasieben in letzter Zeit etwas Ruhe eingekehrt. Schliesslich sind die Menschen hinter dem Magazin auch etwas älter geworden und gehen allesamt noch anderen Jobs nach. Trotzdem ist mit dem zweikommasieben noch nicht Schluss. Die zweiundreissigste Ausgabe ist bereits in Planung! 

Das zweikommasieben kann online unter zweikommasieben.ch bestellt werden. Zusätzlich liegt die neuste Ausgabe in der Neuen Apotheke in der Luzerner Neustadt vor.

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