Stooszyt

Schoggi und Güsel?

«Wir leben in einer der dreckigsten und zugleich saubersten Zeiten.»

Das Museum Luzern lancierte am 3. September die Theatertour «Glanz & Güsel – Willkommen im Sauberland Schweiz» in Zusammenarbeit mit dem Strasseninspektorat Stadt Luzern (STIL). Die Tour thematisiert den Überkonsum und den daraus entstehenden Müll. Wie geht die Stadt mit diesem Problem um und wer sorgt dafür, dass Luzern immer glänzt? Hannah Nagel, die Regisseurin, und Martina Binz, die Hauptbesetzung, zu «Glanz und Güsel» im Interview.

Luzern ist eine Postkartenstadt, die Stadt soll glänzen, doch dafür braucht es Menschen, welche aufräumen und putzen. Diese Menschen arbeiten beim STIL. Es ist ein anstrengender Beruf, sowohl körperlich als auch psychisch. Diese Arbeit bekommt wenig Aufmerksamkeit, dem möchte die Theatertour entgegenwirken. Durch die Tour führt Martina als eine STIL Mitarbeiterin. Die Tour startet mit den grossen Themen: Überkonsum, Globalisierung und der Rodung von Regenwäldern. Dann die Konsequenzen bei uns und welche Arbeiten Alltag sind, also mitten in Luzern. Die "Pilatus Schocki" wird als lokales Beispiel genutzt und führt somit durch alle Schichten dieses komplexen Themas. 

"Das Individuum hat kaum eine Chance, was zu tun."

Hannah erzählt, wie sie von der Nähe einer Theatertour profitieren möchten und den Menschen diese Problematik ans Herz legen. Die Besucherinnen sollen nachdenklich auf das Erlebnis reagieren. Eine Lösung für eine so komplexe Problematik liefert die Tour jedoch nicht. Dies sei jedoch Absicht, denn die einzelne Person kann nur sehr wenig bewirken. Die Zielgruppe sind jedoch Personen ab 10 Jahren, also Menschen, welche bewusster konsumieren. Hannah betont, dass der Satz «Wir leben in einer der dreckigsten und zugleich saubersten Zeiten» sehr wichtig sei und auch beschreibe, was die Besuchenden mitnehmen sollen.

Weitere Beiträge

Alle Beiträge anzeigen →
Wir verwenden Cookies um die Performance unserer Website zu messen. Möchtest du diese Cookies akzeptieren?