Ein Tag zwischen Fell, Schere und Mikrofon: Lidya und Amina werden zu Kinderreporterinnen
Im Sommer durften Lidya und Amina für einen Tag selbst in die Rolle von Kinderreporterinnen schlüpfen. Bei Radio 3FACH bekamen die beiden die Möglichkeit, einen eigenen Radiobeitrag zu gestalten und ein Thema auszuwählen, das sie persönlich interessiert.
Für Amina war schnell klar, wohin es gehen soll: Sie träumt davon, später einmal einen eigenen Hundesalon zu führen. Gemeinsam mit Lidya wollte sie deshalb herausfinden, wie der Alltag in einem Hundesalon wirklich aussieht. Dafür besuchten die beiden Katja in ihrem Hundesalon. Dort durften sie ihr bei der Arbeit über die Schulter schauen und ihre eigenen Fragen stellen: Wie schneidet man einem Hund die Haare? Welche Ausbildung braucht es dafür? Und was macht eine Hundefriseurin, wenn ein Hund Angst hat oder einfach nicht stillhalten will?
Für Katja begann alles mit ihrer Liebe zu Hunden. Doch um professionell als Groomerin, also als Hundefriseurin, arbeiten zu können, braucht es weit mehr als Freude an Tieren. Katja absolvierte ihre Ausbildung an einer Schule in Moskau.
In der Schweiz ist Hundefriseurin keine klassische eidgenössische Berufslehre wie beispielsweise Tierpflegerin oder Coiffeuse. Verschiedene Kurse vermitteln jedoch das nötige Wissen. Dazu gehört der richtige Umgang mit unterschiedlichen Fellarten, aber auch das Waschen, Föhnen, Schneiden und Trimmen. Ebenso wichtig ist der sichere und ruhige Umgang mit den Tieren.
Mehr als nur Haare schneiden
Lidya und Amina durften Katja bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter schauen. Dabei merkten sie schnell: Ein Hundesalon hat durchaus Ähnlichkeiten mit einem Coiffeursalon, nur hat die Kundschaft vier Beine und hält nicht immer freiwillig still.
Besonders schön findet Katja die Veränderung, die während eines Besuchs entsteht. Manche Hunde sehen nach der Fellpflege ganz anders aus als zuvor. Wenn sich am Ende auch die Besitzer*innen über das Resultat freuen, ist das für sie einer der schönsten Momente ihres Berufs.

Ruhe und Geduld sind entscheidend
Nicht jeder Hund braucht gleich viel Fellpflege. Ob regelmässige Besuche im Hundesalon notwendig sind, hängt stark von der Rasse und der Fellart ab.
Eine besondere Herausforderung entsteht, wenn ein Hund Angst hat oder nicht stillhalten möchte. Katja versucht in solchen Situationen vor allem, selbst ruhig zu bleiben. So soll der Hund merken, dass ihm nichts passiert. Sie empfiehlt ausserdem, Hunde bereits als Welpen an den Besuch im Salon zu gewöhnen.
Ganz ungefährlich ist die Arbeit trotzdem nicht. Katja wurde bei ihrer Arbeit auch schon von einem Hund gebissen. Aggressive Hunde nimmt sie deshalb nicht zur Behandlung an. In ihrem Salon arbeitet sie hauptsächlich mit kleineren Hunden, doch auch diese können sich wehren oder Angst bekommen.